Washington (DPA) Der monatelang vermisste und angeblich von den USA entführte iranische Atomforscher ist laut US-Außenministerin Hillary Clinton freiwillig ins Land gekommen. „Shahram Amiri war aus freien Stücken in den USA. Und er kann gehen, wenn er will“, sagte Clinton am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem irakischen Außenminister Hoschiar Sibari in Washington.
Der Fall um den 32-jährigen Mitarbeiter der iranischen Atombehörde ist ein weiterer Quelle der Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Amiri war nach Angaben der iranischen Regierung im Juni 2009 während einer Pilgerfahrt in Saudi-Arabien verschleppt und in die USA gebracht worden. US-Fernsehsender hatten dagegen im Frühjahr unter Berufung auf Regierungskreise in Washington berichtet, der ehemalige Mitarbeiter der iranischen Atombehörde habe für den US- Geheimdienst CIA gearbeitet und sei übergelaufen.
Eigentlich hätte Amiri schon am Montag das Land verlassen sollen, allerdings habe es Probleme bei seiner Reiseplanung durch Transit-Staaten gegeben, sagte Clinton. Die USA und Iran führen keine diplomatischen Beziehungen - daher gibt es auch keine Direktflüge.
Ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums sagte am Dienstag in Islamabad, der Wissenschaftler sei am Vortag vor der für Iran zuständigen Abteilung der Botschaft „abgesetzt“ worden. Derzeit liefen Vorbereitungen, den Mann in den Iran zurückzuschicken. „Wir sind bereit, beiden Seiten zu helfen.“ Pakistan vertritt seit der Islamischen Revolution 1979 die diplomatischen Interessen des Iran in den Vereinigten Staaten.
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