Dallgow-Döberitz (DDP) Die Heinz Sielmann Stiftung will in ihrem Naturschutzgebiet in der Döberitzer Heide westlich von Berlin Bestattungen zulassen. Sprecher Christoph Neumann bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Berliner Zeitung“ (Mittwochausgabe). Der Naturfriedhof solle noch in diesem Jahr entstehen.
Das neue Angebot verspreche ewige Ruhe, sagte Parkchef Peter Nischke der Zeitung. Da die geschützte Landschaft in dem Naturgebiet auf Dauer unberührt bleiben solle, sei auch die Beerdigung auf ewig. Das Angebot richte sich an Leute, die sich besonders dem Naturschutz verbunden fühlen. Bei den Beerdigungen werde mit dem Unternehmen „Ave Natura“ zusammengearbeitet. Anders als bei Friedwäldern setze die Firma darauf, dass etwa die Hälfte der Einnahmen für die Bestattungen der Döberitzer Heide zugute komme. Die günstigste Beerdigung im Gemeinschaftsgrab koste 800 Euro, die teuerste Einzelbestattung mit Trauerfeier 7500 Euro.
„Wer sich zeitlebens um die Natur gekümmert hat, für den ist es durchaus ein schöner Gedanke, das notwendige Übel des Todes damit zu verbinden, noch etwa Gutes zu tun“, zitiert die Zeitung Heinz Lenz von „Ave Natura“. Lenz betreibe schon einen Naturfriedhof im Teutoburger Wald. Pro Woche werde dort eine Urne beigesetzt oder eine Grabstelle gekauft.
In der 36 Hektar großen Döberitzer Heide, wo 5000 seltene Pflanzen und Tiere wie Wisente und Wildpferde leben, sind den Angaben nach sieben Hektar für Naturbeisetzungen vorgesehen. Die Asche der Toten soll in Urnen begraben werden, die biologisch abbaubar sind. „Den Ort können die Leute selbst wählen“, sagte Nischke der Zeitung. Grabsteine werde es nicht geben in der Natur, dafür aber eine zentrale Gedenkstelle und eine Übersichtstafel mit dem Standort der Gräber.
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