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Vom Werbellinsee über Kärnten bis Hawai

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Siegmar Bessert / 04.08.2010, 19:51 Uhr
Eberswalde (In House) Viele Sportler haben in den vergangenen Jahren aus den verschiedensten Gründen ihre heimatliche Region verlassen. Studium, Arbeitsplatz oder die Liebe stehen da ganz vorn an. Aber auch in der neuen Heimat bleiben sie überwiegend dem Sport treu.

So war es auch bei Steffi Steinberg, vielen noch unter ihrem Geburtsnamen Bracklow bekannt.Auch sie musste aus beruflichen Gründen 2004 ihre Heimatstadt Eberswalde verlassen. Sie zog in die ehemalige Bundeshauptstadt nach Bonn und betrieb fortan Ausdauersport. Immer wieder kommt sie gern in die Heimat zurück, um auch hier an verschiedenen sportlichen Veranstaltungen teilzunehmen.

So gewann sie zum Beispiel 2008 den Schwärzeseelauf, belegte 2009 beim Fielmann Halbmarathon den zweiten Platz bei den Frauen und konnte im vergangenen Jahr beim Webellinsee-Triathlon mit Rang vier über die olympische Distanz überzeugen.

Im Juli hat sich Steffi Steinberg einen langjährigen Traum erfüllt. Nach über zwölf Monaten Vorbereitungszeit startete sie beim Ironman in Klagenfurt. Einmal im Leben 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen am Stück, davon träumte die 29-Jährige bereits seit langer Zeit. Steinberg gehört zum Kader vom Ejot Team, einer der besten Triathlonvereine Deutschlands, konnte in ihrer jetzigen Heimat schon viele Gesamtsiege einfahren. Betreut wird sie von dem Profiathleten „Olaf Sabatschus“, obwohl sie selbst kein Profi ist.

Im österreichischen Klagenfurt ging es auf die Königsdisziplin. Wer hier besteht, hat auch die Chance, an dem legendären Ironman auf Hawai teilzunehmen. Das Steffi diese Möglichkeit bekommen sollte, stellte sich erst nach dem Rennen heraus.

Der Startschuss fiel um 7  Uhr am Wörthersee. Insgesamt 2600 Athleten stürzten sich ins Wasser, um die 3,8 km Schwimmen zu bewältigen und den See regelrecht zum Brodeln zu bringen. Anschließend folgte der anspruchsvolle Ritt über180 km auf dem Rad durch die Alpen mit immerhin 1850 Meter Höhenunterschied. Mit drei Pannen kam Steffi nach 5:32 Stunden in die Wechselzone, um nun noch die 
42 km bei über 30 Grad zu laufen. Eigentlich unvorstellbar, denn sie war bis zu diesem Zeitpunkt bereits 6:45 h auf höchstem Niveau unterwegs.

Danach folgte eine wahrhafte Demonstration der ganz persönlichen Stärke. Sie konnte den abschließenden Marathon unter familiären Anfeuerungsrufen in 3:30 Stunden laufen. Für viele ist es schon eine utopische Zielzeit bei einem reinen Marathonlauf.

Steffi belegt mit 10:18 Stunden Gesamtzeit den 12. Platz aller Starterinnen sowie den 2. Platz in ihrer Altersklasse. Mit dieser starken Leistung hatte sie auch gleichzeitig die Qualifikation für den legendären Ironman von Hawai in der Tasche. Es ist die hochkarätigste Triathlon-Veranstaltung der Welt.

Herzliche Glückwünsche gab es auch aus ihrer Heimatstadt Eberswalde. Persönliche Glückwünsche wird es sicher auch beim Werbellinsee-Triathlon am 8. August von den Teilnehmern geben, denn da wird Steffi Steinberg wieder in der Heimat am Start sein, für sie eine Herzenssache.

Informationen und Anmeldungen zum Ausdauer-Dreikampf: www.safadi-werbellinsee-trathlon.de

Kommentare

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Karl-Heinz 04.08.2010 - 21:36:37

glückwunsch

man, was für eine Leistung,guter Bericht,schöne Bilder,Glückwunsch

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