Petershagen-Eggersdorf (moz) Ein neues Pflegewohn-Vorhaben wird zurzeit im Doppeldorf diskutiert. Auch, weil der Bebauungsplan „Eggersdorfer Straße/Lakgraben“ diese dichtere Bebauung nicht vorsieht. Allerdings ist dieser bisher nicht beschlossen.
An der Eggersdorfer Straße, also der Verbindung beider Ortsteile, plant ein Grundstückseigentümer eine Anlage für altengerechtes und betreutes Wohnen mit 82 Plätzen im Pflegeheim und sechs barrierefreien und altengerechten Wohnungen. Darauf macht Gemeindevertreter Andreas Lüders auch auf der Internetseite des Petershagen-Eggersdorfer BürgerBündnisses www.pebb2008.de aufmerksam. Er gehört der fünfköpfigen gemeinsamen Fraktion mit den Freien Wählern und der FDP an. Doch diese scheint einer Zerreißprobe ausgesetzt.
Denn: Der Bauausschuss, an dessen Spitze Fraktionsmitglied Burkhard Herzog steht, hat das Pflegewohn-Vorhaben zunächst mehrheitlich abgelehnt – mit Verweis auf den zur Beschlussfassung vorbereiteten Bebauungsplan „Eggersdorfer Straße/Lakgraben“. Für dessen Aufstellung hatten die Gemeindevertreter vor zwei Jahren gestimmt. „Er lässt die für ein solches Projekt notwendige dichtere Bebauung nicht zu“, erklärt Andreas Lüders und wirbt dafür, dass sich die Fachausschüsse mit dem neuen Vorhaben auseinander setzen, ehe über den B-Plan entschieden wird. „Ich bin ja nicht aus Prinzip dagegen“, sagt Lüders und fügt hinzu: „Wir müssen aber auch nichts übers Knie brechen.“ Befürworter des B-Plans hätten im Hauptausschuss am Dienstag darauf verwiesen, dass dieser später noch geändert werden könne. Häufig würde aber gerade auf die Festlegungen solcher Pläne gepocht, so Lüders bisherige Erfahrung.
Bereits vor der Hauptausschusssitzung hatte Günter Börner, Vorsitzender der Bürgerfraktion, Unterstützung für das Pflegewohnen signalisiert. Er hält den B-Plan „in der Sache sehr fragwürdig“, aber auch eine Lösung im Sinne der Gemeinde für möglich.
Laut Andreas Lüders haben sich inzwischen weitere Gemeindevertreter, darunter der SPD, dafür ausgesprochen, das neue Vorhaben vorab genauer zu prüfen. Der Investor habe vor Jahren an dieser Stelle eine marode Produktionsstätte beseitigen lassen, seine Pläne für die Nutzung des Gewerbeobjekts bisher aber nicht umsetzen können: „Auch wenn der Vorschlag jetzt sehr kurzfristig eingereicht worden ist, sollte er eine Chance bekommen und der Öffentlichkeit dargestellt werden.“
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