Bad Freienwalde (moz) Der Monte Caprino, ein Bergrücken mit exotischem Namen, heißt bei alten Freienwaldern schlicht „Zickenberg“. Auf seiner höchsten Stelle erhebt sich seit 1928 das imposante Denkmal für die im Ersten Weltkrieg als Soldaten umgekommenen Freienwalder, deren Namen in endloser Reihe auf hart gebrannten Tontafeln zu lesen sind. Auf dem damals noch kahlen Ziegenberg fanden seit 1923 sogenannte Kriegergedenktage statt, die zur Bezeichnung „Heldenhain“ führten. Dort oben wurde am 24. November 1928 nach einem halben Jahr Bauzeit das Bad Freienwalder Kriegerdenkmal eingeweiht.
In der unmittelbaren Umgebung pflanzte man für jeden der namentlich aufgeführten 230 Gefallenen eine Eiche. Nach 1945 verfiel das Denkmal und verkam bis 1989 zu einer traurigen Ruine.
Ab 1991 beseitigten ABM-Kräfte und Soldaten der Bundeswehr den Wildwuchs und räumten das Gelände auf. Dann wurden Spenden gesammelt und schließlich im Jahre 1996 die durchgreifende Restaurierung vorgenommen. Sie kostete 300 000 DM, wovon zehn Prozent von der Stadt, das meiste aber durch staatliche Förderung und Spenden aufgebracht wurden.
Der Berufsbildungsverein Eberswalde besorgte die Wiederherstellungsarbeiten, während der Bad Freienwalder Keramikzirkel die fehlenden Namenstafeln ersetzte. Schon wenige Jahre nach der Restaurierung waren sämtliche Fenster einschließlich der Metallrahmen zerschlagen, die Wände beschmiert und die Namenstafeln großflächig mit Farbe besprüht. Auf einer 1996 angebrachten Tafel steht „Zum Gedenken der Toten beider Weltkriege“. In dem derzeitig schlimmen Zustand kann dieses Denkmal seine einstige Bestimmung nicht mehr erfüllen.
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