Berlin (DPA) Rund 2000 Menschen haben laut Veranstalter am Samstag auf der Berliner Hanfparade für eine Liberalisierung von Cannabis demonstriert. Mehrere hundert Menschen kamen bereits zum Auftakt der bis in den späten Abend geplanten Veranstaltung unter dem Motto „Cannabis ist (Welt)Kultur“ zum Alexanderplatz. Die 14. Hanfparade zog mit zahlreichen Wagen durch Berlin-Mitte, vorbei am Gesundheitsministerium und am Friedrichstadtpalast. Die Polizei sprach am Nachmittag von einem bis dahin ruhigen Verlauf.
Laubsäge-Arbeit: Auch dieser Teilnehmer der Hanfparade setzt sich für die Legalisierung von Cannabis ein.
An der Hanf-Parade nahmen auch Mitglieder der Piratenpartei, der Linkspartei und der Grünen teil. Deren Berliner Landesvorsitzender Stefan Gelbhaar tritt für eine Liberalisierung von Cannabis ein. Er fordert einen legalen Verkauf über lizenzierte Fachgeschäfte oder Apotheken. „Damit würde man den Drogendealern mehr schaden als jede Polizeikontrolle“, erklärte Gelbhaar.
Nach derzeit geltendem Recht ist der Anbau, Handel und Besitz von Hanfpflanzen in Deutschland strafbar beziehungsweise genehmigungspflichtig. Gegen diese rechtliche Regelung wollen die Teilnehmer der Hanfparade protestieren. Im vergangenen Jahr hatten laut Veranstalter rund 1500 Menschen an der Hanf-Parade teilgenommen.
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