Cottbus (moz) Bei der Staatsanwaltschaft in Cottbus ist eine Anzeige gegen den Energiekonzern Vattenfall eingegangen. Das Unternehmen wird darin beschuldigt, die Erkundungsarbeiten zur geplanten Verpressung von CO2 an eine Tochtergesellschaft ausgelagert zu haben, die nur mit einem Stammkapital von 50 000 Euro ausgestattet sei und dadurch für eventuelle Schäden nicht aufkommen könne.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Anzeige. Es werde geprüft, ob sich ein strafrechtlicher Anfangsverdacht gegen das Unternehmen ergebe.
Vattenfall-Sprecher Ralf Krüger verwies seinerseits drauf, dass die Tochtergesellschaft „Vattenfall Europe Carbon Storage GmbH & Co KG“ gegründet worden sei, um dort alle Kompetenzen zur CCS-Technologie zu bündeln. Die Erkundungen würden aber nicht von dieser Firma durchgeführt. „Erkundungsarbeiten werden ohnehin nur gestattet, wenn das Landesamt für Bergbau festgestellt hat, dass das Unternehmen fachlich und finanziell dazu in der Lage ist“, sagte Krüger weiter. Sein Unternehmen wolle Erkundungen im Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern durchführen.
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