Frankfurt/Neutrebbin (moz) Mitglieder der Bürgerinitiative haben am Freitag und Sonnabend mit Aktionen in Frankfurt auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. In der Stadt wurden gelbe Kreuze angebracht. „Die sind eine Warnung und ein Achtungszeichen“, so Ulf-Michael Stumpe bei einer Kundgebung am Sonnabend auf dem Brunnenplatz. „Wenn der Tag kommt, an dem Vertreter des Konzerns Vattenfall hier anrücken und zu messen beginnen, werden wir die Kreuze rot streichen und mit zivilem Ungehorsam schon die Erprobung der Lagerung verhindern“, zeigte er sich kampfbereit.
In Frankfurt schliefe man noch. Doch die Stadt sei mittendrin, wenn das Kohlendioxid einige Kilometer entfernt unter der Erde verpresst werde. Nicht nur das Oderbruch mit seiner einzigartigen Flora und Fauna werde durch die Endlager bedroht, sondern auch die Stadt. Der Druck werde sich bis hierher ausbreiten und könnte wie eine Bombe hochgehen, malte die Initiative Gefahrenszenarien.
Das alles sei ja noch gar nicht erforscht, sagt Umweltministerin Anita Tack (Linke) dazu. Deshalb würden jetzt die verschiedensten Szenarien durch die Lande „wabern“. Die Linke bleibe bei ihrem Ziel, dem Ausstieg aus der Kohle im Jahr 2040. Doch bis dahin brauche man CCS und Kohleverstromung als Brückentechnologien. Aber Sicherheit habe Vorrang, sichert sie zu.
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