Die Mappe ist bereits gepackt (moz) und Viola Peterson
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An diesem Sonnabendmorgen bleibt Jason cool. Obwohl er ein Jahr auf diesen Tag gewartet hat. Seit seine „große“ Schwester Alyzee in die Schule kam, will Jason auch dorthin. Nun ist es soweit. Der Sechsjährige kommt in die 1. Klasse.
Während Alyzee bereits unterwegs in die Biesenthaler Grundschule ist – traditionell begrüßen die Zweitklässler die ABC-Schützen mit einem kleinen Programm –, und Mutter Bianca auf der Suche nach dem passenden Outfit für Jasons großen Tag hektisch durch die Wohnung rennt, sitzt der in seinem Zimmer und harrt der Dinge, die da kommen.
Stolz zeigt Jason seine Federtasche und die Schulbücher, die er bereits hat. Rechnen, lesen und schreiben will er endlich lernen „und basteln“. Das macht ihm besonderen Spaß. Seine Klassenlehrerin Frau Steinbach kennt der Sechsjährige auch schon. „Die ist nett“, sagt er. Und die Aufgaben, die sie ihm und den anderen Kindern vor den Ferien mitgegeben hat, hat Jason auch gemacht. Nur ein Bild für Frau Steinbach, das sie dann im Klassenraum aufhängen will, hat er nicht gemalt. Dazu hatte der Sechsjährige keine Lust. „Sie haben andauern in der Vorschule gemalt. Das ist ihm jetzt zu langweilig“, erzählt seine Mutter.
Eine knappe Stunde später sitzt Jason zusammen mit 20 weiteren Erstklässlern in der Aula der Biesenthaler Grundschule – vor sich seine Schulmappe, hinter sich lauter Erwachsene, die als Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels dabei sein wollen, wenn der „Ernst des Lebens“ für die Kinder beginnt. Auf der Bühne stehen Alyzee und ihre Schulkameraden aus der 2. Klasse. Sie singen für die ABC-Schützen und sagen Gedichte auf. Sie zeigen, was sie in einem Jahr alles gelernt haben. Das will Jason auch lernen.
Mit Lehrerin Sybille Steinbach und Hortnerin Andrea Hirte geht es dann in den Klassenraum. Die Kinder dürfen sich selbst einen Platz aussuchen. Jason nimmt den in der letzten Bank an der Wand, neben sich Hans, seinen Freund aus der Kita. Er bekommt eine Fibel, die ihm noch gefehlt hat, Hefte und einen Brief für die Eltern. Dazu ein rotes Basecap von der Verkehrswacht und eine Giraffensparbüchse, weil er jetzt ein Schulkind ist und bald rechnen kann, sagt Frau Steinbach. Sie singen noch „Hurra, ich bin ein Schulkind!“ und dann ist es soweit: Zum ersten Mal gehen sie als Schulklasse ihren Eltern entgegen, die auf dem Schulhof bereits auf sie warten – die großen bunten Zuckertüten für die Kinder in den Armen.
Insgesamt 1320 Erstklässler erhalten an diesem Sonnabend im Barnim die Zuckertüte und starten damit in ihren neuen Lebensabschnitt. An der Biesenthaler Schule sind es 21 in der Regelklasse und noch einmal zusammen 18 in den beiden Flex-Klassen. Damit zählt die „Grundschule am Pfefferberg“ zu den durchschnittlichen. Größte Grundschule im Landkreis ist die in Zepernick. Dort sind fünf 1. Klassen mit 117 Schülern eröffnet worden.
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