Letschin (moz) Letschin ist der Jubiläumssieger im Landeswettbewerb. Denn in diesem Jahr wurden zum zehnten Mal die „Sportlichste Gemeinde“ und die „Sportlichste Stadt“ Brandenburgs gekürt. Der Landkreis Märkisch-Oderland habe dabei bislang „überdurchschnittlich gut abgeschnitten“, sagte Manfred Kruczek, der Referatsleiter Breitensport des Ministeriums, mit Blick auf Zeschdorf, das 2005 „Sportlichste Gemeinde“ war.
Kruczek überbrachte gestern Mittag die Urkunde, 2500 Euro Preisgeld und die Glückwünsche von Sportminister Holger Rupprecht (SPD). Ausdrücklich lobte der Vertreter des Ministeriums den für einen „Ort in Randlage“ wie Letschin hohen Organisationsgrad im Breitensport. Immerhin treiben rund 600 Letschiner – das sind 12,2 Prozent der 4400 Einwohner – organisiert Sport.
Tatsächlich seien es viel mehr, sagte Bürgermeister Michael Böttcher unter Verweis nicht nur auf die in sechs Vereinen organisierten Angler, sondern auch auf viele nicht organisierte Freizeitsportler. Diese und vor allem ältere Bürger fürs organisierte Sporttreiben zu gewinnen, bezeichnete der Bürgermeister als eine wichtige Aufgabe für die Sportvereine in seiner Gemeinde.
Böttcher, selbst bekennender Fußballfan, verwies darauf, dass „über Jahrzehnte hinweg“ in der Großgemeinde gute Rahmenbedingungen fürs Sporttreiben geschaffen worden seien. Er dankte unter anderem dem Letschiner Ortsvorsteher Günter Fetting für dessen Engagement für die Verbesserung der Sport-Infrastruktur.
Zu der gehören neben Sporthallen und Sportplätzen auch der Kienitzer Sportboothafen, der Skaterpark in Groß Neuendorf und mehrere zertifizierte Radwege.
Dass die gemeindlichen Sportstätten den Vereinen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, sei ein „entscheidendes Argument für die Jury“ gewesen, betonte Manfred Kruczek. Die Vize-Präsidentin des Landessportbundes, Angelika Peter, lobte das „ausgesprochen familienfreundliche Sportangebot“ in der Gemeinde Letschin. Hier gebe es im Grunde „für jeden Geschmack etwas“, sagte sie.
Tatsächlich reicht das Angebot an Sportarten vom Fußball beim SV Grün-Weiß Letschin und SV Traktor Kienitz übers Kegeln (Kienitz), Handball, Volleyball, Tischtennis und Kegelbillard bis zur Step-Aerobic und Akrobatik (alles Grün-Weiß Letschin). Sportschützen sind im Militärhistorischen Traditionsverein und in der Schützengilde Letschin, Sportbootfahrer in Kienitzer Verein „Rehkitz“ organisiert. Das jüngste Angebot ist das Tennisspiel im Tennisclub Rot-Weiß Letschin, der sich in Gründung befindet.
Das Preisgeld soll der Jugendarbeit im SV Grün-Weiß zugute kommen, sagte Bürgermeister Michael Böttcher auf Nachfrage. Sein Dank und auch der des Ministeriumsvertreters ging ausdrücklich an den Kreissportbund Märkisch-Oderland und dessen Vorsitzenden Dieter Schäfer, die eine „hervorragende Arbeit“ leisten würden. Um den Titel „Sportlichste Stadt/Gemeinde“ hatten sich in diesem Jahr zehn Kommunen beworben.
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