Altlangsow (moz) Die Bilder sind menschenleer, großformatig, farbenfroh und futuristisch: „Mirabilis“ hat Malerin Christin Lutze ihre Ausstellung – oder die fiktive Stadt? – genannt. Nur neun Bilder sind im Ausstellungsraum des Schinkelschen Schul- und Bethauses zu sehen. Denn jedes Bild braucht Platz, um zu wirken. Die Malerin habe fiktive Landschaften geschaffen, in die sie Tatsächliches eingebaut hat – Säulen, Türme, Burgen und Treppen etwa – sagte Franziska Siedler in ihrer Laudatio zur Ausstellungseröffnung am Sonnabendnachmittag.
Die heutige Leiterin des Kloster Chorin kennt die Künstlerin aus einstigen gemeinsamen Malkursen bei Otto Schack in Bernau. Der erkrankte Schack hatte Siedler gebeten, für ihn in die Ausstellung einzuführen.
In Christin Lutzes Landschaften führen Treppen in den Himmel, Viadukte ins Nirgendwo. Rationale Elemente und emotionale Bezugspunkte hielten sich die Waage, sagte die Laudatorin vor einem ausgewählten Publikum, das Helge Leiberg vom Vorstand des Fördervereins Schul- und Bethaus zu Beginn begrüßt hatte.
Ein bisschen wirkte die zierliche Malerin vor ihren großen, farbenkräftig strahlenden Bildern wie die Prinzessin in einem selbst erschaffenen Märchenland. Die Liebe zur toskanischen Landschaft ist indes zweifelsfrei erkennbar.
Zur besonderen Stimmung bei der Ausstellungseröffnung trug Sängerin Almut Kühne mit ihrem „Vokalimprovisation“ bezeichneten Vortrag bei, der wenig mit klassischem Gesang gemeinsam hatte: Das war eher das gesungene und gespielte Gespräch von Instrumenten eines Orchesters.
Ausstellung „Mirabilis“ im Schul- und Bethaus Altlangsow, bis zum 26. September, geöffnet mittwochs bis sonntags 13 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung; Tel. 03346 844343
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