Strausberg (moz) Alle sind wieder aus den Sommerferien zurück, der Veranstaltungskalender des Wochenendes war übervoll. Der Reigen der Feste und Feiern in Stadt und Land ließ keine Wünsche offen.
Eine ganze Portion Wehmut schwingt trotz lustiger Weisen bei den Mädchen und Jungen aus dem weißrussischen Serebrjanka am Freitagabend in Petershagen-Eggersdorf mit. Sie müssen nach drei Ferienwochen voller Erlebnisse Abschied nehmen von Gasteltern und neuen Freunden. Heute treten sie ihre Heimreise an.
In Wegendorf darf ausnahmsweise nach Herzenslust geläutet werden, ganz gleich, was die Uhr geschlagen hat. Denn hier wird gefeiert, dass die 130 Jahre alte Turmuhr saniert und das Glockengestühl für mindestens die nächsten hundert Jahre in Takt ist. Dem Kupferschmied Roland Burkhardt ist die Freude darüber anzumerken. Fast schon vergessen sind die Mühen des Fördervereins der Kirche, als es galt, fünf der mächtigen Balken auszutauschen und dafür die tonnenschweren Glocken anzuheben.
Angebote aus Stall, Bienenstock, Backofen und Bio-Garten gibt es in Hasenholz. Der Bauernmarkt ist schon fast kein Geheimtipp mehr. Der Förderverein der evangelischen Dorfkirche nutzt das Interesse und den Zulauf, um Geld für die weitere Sanierung seines Gotteshauses zusammenzubekommen.
Zum dritten Mal haben nicht nur die Rehfelder Hijacker ihre chromblitzenden Bikes auf der Bahnstraße zur Schau gestellt, sondern sind auch polnische Motorradfahrer dazu eingeladen worden. Die Jungen und Mädchen auf dem Rehfelder Jugendklub sprechen die freigebigen Besucher an, um mit ihrer Hilfe Spenden für ein neues Dach zusammenzubekommen.
Nach Pritzhagen hat die Strausberger Jägerschaft ihre Mitglieder mit der ganzen Familie zu einem Fest eingeladen, bei dem nicht nur Jägerlatein gesponnen, sondern mit Spielen auch um Ruhm und Ehre gekämpft wird.
Über 100 Rosensorten sowie 50 bis 60 verschiedene Dahlien gibt es zwei Tage lang in Müncheberg zu bewundern. Ob Strauch-, Tee-, Kletter- oder Beetrosen – die zahlreichen Besucher beim gastgebenden Heimatverein sind von Farbenpracht, Blütenform wie Duft begeistert. Dass allein am Sonnabend bis zu 150 Gäste kommen, führen die Verantwortlichen auf die Gesamtschau der Blumen zusammen mit Rosen-Briefmarken, Porzellan sowie den Gemälden von Ines Jaitner und Fotos zurück.
In Hoppegarten hat am Sonntag der diesjährige Mittelstands-Renntag teilweise mit heftigen Regenschauern zu kämpfen, was einige Besucher fernhält. Viele lassen es sich dennoch nicht verdrießen. Während Müchebergs Bürgermeisterin Uta Barkusky gesteht, zuletzt vor der Wende auf der Rennbahn gewesen zu sein, bekennt ihre Strausberger Amtskollegin Elke Stadeler, schon mehrfach Rennen beigewohnt und gewettet zu haben. Auch wenn sie als Kämmerin als grundsolide galt, stecke in diesem Punkt „eine Zockerin“ in ihr. Immer wieder begeistert vom Flair sind Reinhard Hartwig von E.on edis und seine Frau Sabine, deren Tochter in den Semesterferien an der Wettkasse jobbt. Dieser Mittelstandsrenntag sei zudem Gelegenheit, viele Geschäftspartner zu treffen, sagen alle.
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