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Feuerwehr gegen Kaltblüter Joey

 Packend: Beim Hindernisrennen schenkten sich Pferde und Teams nichts – „über Stock und Steine“ ging es dem Ziel entgegen. Da musste man sich schon kräftig in die Kurven legen. Foto: Kristin Görlitz
Packend: Beim Hindernisrennen schenkten sich Pferde und Teams nichts – „über Stock und Steine“ ging es dem Ziel entgegen. Da musste man sich schon kräftig in die Kurven legen. Foto: Kristin Görlitz © Foto: Kristin Görlitz
Kristin Görlitz / 30.08.2010, 08:02 Uhr
Ladeburg (In House) Historische Kutschen, eine süße Fohlenschau, ein spannender Hindernisparcours und ein finales Tauziehen zwischen Feuerwehr und Kaltblüter lockten am Sonnabend viele Besucher aus nah und fern auf den Botha-Hof nach Ladeburg.

Wenn Jens Thaute die Pferde Sjena und Czarnuszca durch den Parcours führt, spricht er mit ruhigem, aber bestimmtem Ton. Die vielen Farben und die Musik, die aus den Lautsprechern neben der Zuschauertribüne schallt beunruhigen die Tiere. Während Jens Thaute auf dem Sitz des Zweispänners Platz genommen hat, steht Teamkollege Wolfgang Bohn auf einem Trittbrett hinter ihm. Die beiden tragen Partnerlook – helle Jeans, schwarzes Hemd, lindgrüne Krawatte. „Gut festhalten“, rät Wolfgang Bohn bei der Probefahrt. Zum Zeitrennen wird Bohn wenig später mit viel Körpereinsatz die Wagenbewegung unterstützen. Wenn er in den engen Kurven in die Knie geht und den Oberkörper zur Seite dreht, ist gutes Festhalten wirklich geboten.

Das Team Bohn/Thaute holt schließlich im Hindernisfahren der Zweispänner in der Kategorie Pony den zweiten Platz. Eine tolle Platzierung, schließlich sind die beiden nebenbei auch für den gesamten Festablauf verantwortlich. Als vor drei Jahren die Idee zu einem Kutschencorso in Ladeburg geboren wurde, musste Jens Thaute erst einmal das Kutschenfahren lernen.

Auf dem weitläufigen Hof der Familien Bohn und Thaute konnte die Galloway-Herde am Wochenende lange nicht so viel Ruhe genießen wie sonst üblich. Gespanne aus vier Bundesländern waren nach Ladeburg gereist. Insgesamt gingen bei der Turnierleitung 23 Nennungen für den Hindernisparcours der Ein- und Zweispänner ein. Es hatten sich nicht nur viele Besucher auf dem Gelände eingefunden, auch die Freiwillige Feuerwehr, der Fußballverein BW Ladeburg und die Partyband „Sowieso“ belebten das Areal.

Der erweiterte Parcours war in diesem Jahr 982 Meter lang. An seinen schmalsten Stellen von zwei Metern mussten die Gespanne das Tempo drosseln, um die auf Kegeln platzierten Tennisbälle nicht zu Fall zu bringen.

Im Turnier der Einspänner gewann Jacqueline Haase mit dem Pferd Avanti. Zweite wurde Christin Sowa mit Arim. Sowa holte 2010 bereits den Titel als Landesmeisterin im Distanzfahren. Hierfür legte sie mit Arim über 
60 Kilometer zurück. Dritter wurde Jean-Carsten Lüttig ebenfalls mit Pferd Arim. Das Hindernisfahren der Zweispänner in der Kategorie „Pony“ gewann Patrick Wegener vom Mecklenburger Gestüt Ganschow mit den Pferden Go-on und Garibaldi. Zweiter wurde Gastgeber Jens Thaute mit Sjena und Czarnuszca. Den dritten Platz belegte Andreas Boßdorf mit Sunny und Missy. In der Kategorie „Großpferde“ holte René Dahme mit Joey und Moritz den ersten Platz. Den zweiten und dritten Platz belegte der Ladeburger Olaf Papke mit Olli und Max und mit Ynze Fan Conia und Wiebout.

Das Showprogramm sah noch vor, Pferdestärke und Manneskraft gegeneinander antreten zu lassen. Im Tauziehen der Feuerwehr und des Fußballvereins gegen das Kaltblutpferd Joey gewann dann aber doch der Mensch. Wenngleich Pferd Joey natürlich klarer Publikumsliebling war. Denn hierin war man sich einig: Ein Feuerwehrmann sieht im Einsatz nicht so elegant aus.

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