Eberswalde (moz) Mit einem Positionspapier greifen Bodo Ihrke und Dietmar Schulze, Landräte im Barnim und in der Uckermark, in die Debatte um die Polizeireform ein. Die beiden SPD-Politiker tragen die Forderung der Unterbezirke ihrer Partei für Barnim und Uckermark nach einer fünften Polizeidirektion mit, die in Eberswalde angesiedelt werden soll. „Diese Struktur wäre auch deshalb sinnvoll, weil sie der bei den Regionalleitstellen für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz entspräche“, sagte Bodo Ihrke, der diese Wortmeldung mit seinem noch im Urlaub befindlichen Amtskollegen aus dem Nachbarkreis abgestimmt hatte.
Der fünften Polizeidirektion in Eberswalde sollten nach dem Vorschlag der beiden Landräte Vollzeitwachen in Eberswalde, Bernau, Prenzlau und Schwedt sowie Tageswachen in Templin und Angermünde angegliedert werden. „Angermünde wäre auch für den nördlichen Barnim wichtig – etwa in Lunow oder Parstein“, sagte Bodo Ihrke.
Von Ministerpräsident Matthias Platzeck und Innenminister Rainer Speer, beide ebenfalls SPD, erwarten die Landräte, dass sie ein so wichtiges Vorhaben nicht im Schnelldurchlauf durchbringen. „Die für den 7. September vorgesehene Kabinettsentscheidung über die Grundzügen der Polizeireform muss verschoben werden“, verlangt Bodo Ihrke.
Gleichwohl heben die Landräte hervor, dass sie wie ihr Parteifreund Speer durchaus Sparpotential in allen Ebenen der Verwaltung und auch bei der Polizei sehen. „Eine Reform der derzeitigen Polizeistruktur ist sinnvoll und notwendig“, heißt es in ihrem vierseitigem Positionspapier.
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