Seelow (moz) Das Thema Friedhofsmauer wird die Stadtverordneten noch eine Weile beschäftigen. Bauamtsleiter Jörg Krüger informierte im Bauausschuss, dass jetzt erst einmal alle Grabstellen von den Resten der beim letzten Starkregen abgestürzten Mauer beräumt sind.
Jörg Krüger dankte namens der Stadt dem Ortsverband des THW, das diese Arbeiten erledigt hat. Mit eigenen Kräften wäre dies nicht möglich gewesen. Krüger erklärte, dass weitere Teile an dieser Seite einsturzgefährdet waren. Das habe sich nach einer Prüfung durch einen Baustatiker ergeben. Deshalb sei noch mehr abgetragen worden als eingestürzt war.
Alle Grabnutzer wurden angeschrieben und über den Vorfall unterrichtet. Jetzt werde man noch einmal alle anschreiben und die Nutzer bitten, Schäden an den Grabeinfassungen aufzulisten. Danach erst könne man mit der Versicherung in Kontakt treten. Für den Mauerumsturz selbst gibt es keinen Schadensersatz für die Stadt. Um so problematischer sei das weitere Vorgehen, räumte Krüger ein. Ein Wiederaufbau der Mauer sei aus Kostengründen nicht möglich. Das Hauptproblem würde die deutlich tiefere Lage des Friedhofsareals – bis zu 1,20 m – darstellen.
Die Abgeordneten folgten dem Vorschlag der Verwaltung, die Möglichkeit zu prüfen, Winkelstützelemente als Begrenzung zu errichten. Der Eigentümer der einstigen Gasabfüllstation hat der Stadt zugesichert, dass sie diese von seiner Grundstücksseite aus aufstellen könnte. Es kam der Vorschlag, später vielleicht auf der Friedhofseite Klinkerverblendungen anzubringen, um wieder den Charakter der Mauer zu erhalten. Die Stadt soll jetzt noch einmal detaillierte Lösungen prüfen.
Bürgermeister Jörg Schröder machte deutlich, dass man gleich das Thema Friedhofsmauer in Werbig mit betrachten müsste. Auch hier gibt es seit Jahren Sanierungsbedarf. Die Verwaltung wird Vorschläge erarbeiten und im Ausschuss vorlegen. Eine Umsetzung könne allerdings erst 2011 erfolgen. Im laufenden Haushalt sind keine Mittel mehr übrig.
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