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Frank Groneberg 01.09.2010 08:00 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Seebühne und Erlebnisbad

Frankfurt (moz) In diesen Tagen entscheidet sich, ob die Investoren, die zu Jahresbeginn ihr Interesse an einem Engagement am Helenesee bekundeten, tatsächlich als neue Hauptaktionäre bei der Helenesee AG einsteigen werden. Sie wollen das Gelände am See in einen attraktiven Ferienpark verwandeln. Das Vorhaben könnte die letzte große Chance für den See sein.

„Dieses Vorhaben ist seit vielen Jahren eine ganz große Chance, aus unserem Gelände wieder ein attraktives Erholungsgebiet zu machen“, sagt Stefan Voss, Vorstandsvorsitzender der Helene­see AG. Vielleicht sogar die letzte große Chance, könnte man ergänzen – und eine, die nach vielen Enttäuschungen in den vergangenen Jahren durchaus realistisch erscheint. Denn wer in den vergangenen Wochen am Helenesee unterwegs war, konnte sie treffen, die Projektanten, die das Areal im Auftrag der interessierten Investoren in Augenschein nahmen.

„Die Gespräche mit den Interessenten gibt es seit April“, bestätigt Stefan Voss, „und die Projektentwicklung läuft bereits.“ Sowohl bei den möglichen Investoren als auch bei den Projektanten handelt es sich um Holländer. Und die Projektanten sollen nach MOZ-Informationen dieselben sein, die bereits für jene Holländer tätig waren, welche vor zehn Jahren den Helenesee übernehmen wollten – nach der vorzeitigen, für die Stadt sehr kostspieligen Auflösung des Pachtvertrages mit dem damaligen Generalpächter Helmuth Penz aus Berlin.

Wie ernst das Vorhaben ist, zeigt die Tatsache, dass im Rathaus bereits bis zum Sommer der Entwurf eines Bebauungsplanes erstellt wurde. Dieser listet die wichtigsten Eckpunkte der Ideen und vorläufigen Planungen auf. Demnach sollen im Bereich Weststrand und Hauptstrand 650 Ferienhäuser des Vier- bis Fünf-Sterne-Standards sowie 150 Bungalows des Zwei- bis Drei-Sterne-Standards errichtet werden. Dafür soll das Freizeitparkgelände bis an den Kaisermühler Weg heran erweitert werden. Zum Vergleich: Derzeit gibt es am Helenesee nicht mal 50 vermietbare Bungalows.

Der Campingplatz soll in den Bereich Oststrand verlegt werden und nördlich des jetzigen Dauercamperareals (zurzeit Waldfläche)neu entstehen. Inklusive des bestehenden Dauercamperbereiches sollen hier künftig 1500 Stellplätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile angeboten werden.

Im Strandbereich Mitte sind unter anderem eine schwimmende Seebühne, Wasserrutschen und ein schwimmender Sprungturm auf einem Ponton vorgesehen. Eine stationäre Wasserski-Anlage ist ebenso Teil der jetzigen Planungen wie ein Bowlingzentrum, ein überdachter Kinderspielplatz, Restaurants und Geschäfte.

Herzstück aber ist ein Wassersportzentrum, das im Bereich zwischen alter Buswendeschleife und Oststrand entstehen soll. Auf 32 000 Quadratmeter Baugrundfläche sehen die Planungen ein Erlebnisbad mit Schwimmbad, Riesenrutsche, Wellness- und Fitnessbereichen sowie Gastronomie vor. Direkt nebenan sollen ein Kletterwald und andere Sportanlagen platziert werden.

Auf dem weiteren Verfahrensweg werden die Pläne sicher noch konkretisiert, doch deutlich attraktiver als heute wird der neue Freizeit- und Ferienpark Helenesee allemal werden. „In Teilbereichen wollen wir schon 2011 beginnen“, blickt Stefan Voss voraus und nennt das Wassersportzent­rum „das wichtigste Projekt“, das zuerst in Angriff genommen werden solle. Ziel sei eine Realisierung des Gesamtvorhabens bis zum Jahr 2015.

Bis zu 100 Millionen Euro wollen die künftigen Hauptaktionäre nach jetzigem Stand investieren. Etwa 300 Arbeitsplätze könnten direkt am Helenesee entstehen. Neben regionalen Baufirmen könnte auch die Stadt profitieren: zum einen durch den Tourismus, zum anderen über die Ver- und Entsorger Stadtwerke (Strom) und FWA (Trinkwasser, Abwasser).

„Mein Wunsch ist, die Holländer steigen ein“, sagt Stefan Voss. „Das wäre gut für Frankfurt.“

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