Müllrose (moz) Der Handball-Ostsee-Spree-Ligist 1. SV Eberswalde hat beim 4. Helga Steinich-Gedenkturnier um den Pokal der Stadt Müllrose seinen Vorjahressieg verteidigt. Männer-Verbandsligist HSG Schlaubetal hatte vier Mannschaften zum Vorbereitungs-Turnier eingeladen.
Streicheleinheit oder Backpfeife – wahrscheinlich liegt die Wahrheit für den Müllroser Norman Ermling (links) dazwischen, was ihm bei diesem Zweikampf mit einem Oranienburger Spieler widerfuhr.
Allerdings fiel dem zwei beziehungsweise drei Spielklassen höher angesiedelten Turnierfavoriten der Sieg wesentlich schwerer als erwartet. Vor allem der gerade erst in die Landesliga aufgestiegene FSV Forst Borgsdorf erwies sich als äußerst spielstark und belegte am Ende einen verdienten zweiten Platz. Die Borgsdorfer Handballer sind gerade im Begriff, in ihrer Heimatstadt Hohen Neuendorf ein weiteres Leistungszentrum im Handball zu etablieren. Um dies zu realisieren, haben sich dem Verein eine Reihe von ehemaligen Regionalliga-Spielern aus dem gesamten Land Brandenburg angeschlossen und eine spielstarke Mannschaft auf die Beine gestellt.
Das bekam der gastgebende Verbandsligist HSG Schlaubetal gleich im ersten Turnierspiel zu spüren, das mit 13:14 gegen Borgsdorf verloren ging. Zwar verlief dieses Spiel ausgeglichen, aber dem Gastgeber war deutlich anzumerken, dass er dieses Turnier aus dem vollen Konditionstraining heraus bestritt. Gerade in Spritzigkeit und Ballsicherheit hatten die Borgsdorfer deutliche Vorteile. Während die Müllroser zahlreiche Chancen im Angriff ausließen, nutzten die Borgsdorfer die ungewohnt großen Lücken in der Müllroser Deckung zu vielen einfachen Treffern.
Zwar steigerten sich die Müllroser und gewannen gegen den Brandenburgligisten Oranienburger HC II mit 15:11, aber angesichts der Auftaktniederlage gegen Borgsdorf war an einen Turniersieg kaum noch zu denken.
Das beste Spiel lieferten die Gastgeber dann gegen den 1. SV Eberswalde (18:18). Hier zeigte sich, dass die Müllroser durchaus in der Lage sind, mit höherklassigen Mannschaften mitzuhalten. Und die Eberswalder waren nicht etwa mit der „zweiten Garnitur“ angereist. Nach diesem Unentschieden und den daraus resultierenden drei Minuspunkten war bei den Gastgebern etwas die Luft raus, so dass es im abschließenden Spiel gegen den Berliner Landesligisten Köpenicker SV AJAX Neptun Berlin nur zu einem 20:20 reichte. Damit belegten die Gastgeber Platz drei im Turnier.
Dagegen sorgten die Borgsdorfer weiterhin für ein spannendes Turnier. Nachdem sie in ihrem zweiten Spiel den Berliner Traditionsverein KSV AJAX Neptun Berlin mit 20:11 besiegt hatten, behielten sie auch gegen den Brandenburgligisten Oranienburger HC II mit 22:15 die Oberhand.
Damit musste die Entscheidung über den Turniersieg im abschließenden Spiel der Borgsdorfer gegen den 1. SV Eberswalde fallen. Auch dieses Spiel hielten sie lange Zeit offen. Am Ende setzten sich die Eberswalder dank ihrer starken Abwehr und ihrer Schnelligkeitsvorteile mit 21:19 durch und sicherten sich damit den zweiten Turniersieg in Folge.
Insgesamt erlebten die etwa 300 Zuschauer ein spannendes Turnier.
Nach dem Abschluss der Spiele waren sich die Trainer aller Mannschaften einig, dass sie mit ihren Mannschaften ein spannendes und hochklassiges Turnier erlebt hatten, dass ihnen zwei Wochen vor dem Saisonstart weitere Aufschlüsse über den Stand der Saisonvorbereitung ihrer Teams gegeben hat.
So äußerte sich der Trainer des 1. SV Eberswalde Klaus-Dieter Schulz: „Es war ein sehr gut organisiertes und bis zum Schluss spannendes Turnier. Und es war keineswegs ein Selbstläufer, dass wir das Turnier am Ende für uns entscheiden konnten. Denn sowohl die HSG Schlaubetal als auch der FSV Borgsdorf waren jeweils starke Gegner.“
Trainer Olaf Ermling von der gastgebenden HSG Schlaubetal ergänzte: „Für die Zuschauer war es ein spannendes und gutklassiges Turnier, auch wenn meine Mannschaft die Erwartungen der eigenen Fans nicht ganz erfüllen konnte. Aber wir befinden uns noch voll im Konditionstraining, und meine Spieler werden sicher gemerkt haben, dass es für uns noch einiges zu tun gibt, wenn wir unsere Vorjahresplatzierung in der Verbandsliga wiederholen und um den Aufstieg in die Brandenburgliga mitspielen wollen.“
Abschluss-Tabellenstand:
1. SV Eberswalde 7:1 Punkte
2. FSV Borgsdorf 6:2 Punkte
3. HSG Schlaubetal 4:4 Punkte
4. Oranienburger HC II 2:6 Punkte
5. KSV AJAX Neptun Berlin 1:7 Punkte
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