Schöneiche (moz) Ab 20. November soll nun auch die Gattin von Severin Schindler wieder herausgeputzt in der ehemaligen Schön-eicher Schlosskirche hängen. Diesen Termin der feierlichen Enthüllung des riesigen, gut 270 Jahre alten Gemäldes nannte am Dienstag Ekkehard Brühn, der Vorsitzende der Initiativgruppe Schindler-Bilder.
Hier sind die Schäden: Restaurator Holger Manzke erläutert Gisela Fischer, Bürgermeister Heinrich Jüttner und Pastorin Kerstin Lüdtke seine Arbeit an dem Gemälde, das Rosina Schindler zeigt.
Mitglieder der Gruppe hatten sich am Montag bei Restaurator Holger Manzke über den Stand der Arbeiten an dem 2,53 Meter hohen Gemälde der Rosina Schindler erkundigt. Ihr Bild kehrt an die Stirnwand jener kleinen Dorfkirche zurück, der die Schindlers erst mit dem Erwerb des Schlossguts 1725 für viel Geld ihr barockes Antlitz gaben.
Beide Bilder hingen dort bis 1948, als der Gemeindekirchenrat beschloss, sie in die Obhut des Märkischen Museums zu geben. Zu ungewiss schien es seinerzeit, ob sie vor Ort hätten bewahrt werden können; das Schloss wurde wenig später gesprengt, während die Gemälde bis 2007 in Vergessenheit gerieten. Das Bild Severin Schindlers hatte die Initiativgruppe bereits im vergangenen Jahr über Spenden restaurieren lassen – für 8500 Euro. Das Herausputzen der Dame ist ungleich teurer – etwa 16 000 Euro. „Da sind wir noch nicht ganz durch mit der Finanzierung“, sagte Ekkehard Brühn. Soll heißen: Es fehlen noch ein paar Spenden.
Wie der Restaurator erläutert e, seien drei große Falten in der Leinwand. „Die zeigen Risse von 17 und 25 Zentimetern Länge sowie 2 Zentimetern Breite“, so Brühn. Zudem seien bei früheren Reinigungsarbeiten Firnis-Schichten verschmutzt worden, zum Teil fehlten Farbschichten. An anderen Stellen sei laienhaft nachgemalt worden. Schindlers waren eine reiche Kaufmannsfamilie. Das kinderlose Paar ließ in Schöneiche eine Schule bauen, die es zum Waisenhaus erweiterte.
Spendenkonto: Sparkasse Oder-Spree 27 08 265 760, BLZ 17050050, Verwendungszweck: Schindlerbilder-Spende
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