Zepernick (moz) Was soll aus der Erweiterung des „Heizhauses“ in Zepernick werden? Das wollten Jugendliche vom Panketaler Sozialausschuss wissen. Erneut haben sie sich an die Gemeindevertreter gewandt, um zu erfahren, wann der Jugendclub an der Zepernicker Gesamtschule aufgestockt wird.
Die Notwendigkeit einer Erweiterung ist unstrittig. Die Nachfrage ist groß. Das „Heizhaus“, in der Trägerschaft des Barnimer Jugendwerks, ist zu eng geworden. Wie dringend die Erweiterung ist, macht Wolfgang Kuhn vom Barnimer Jugendwerk deutlich. „Wir haben jetzt vier siebente und vier elfte Klassen. Wo sollen die Jugendlichen denn alle hin?“
Das Vorhaben steht zwar auch auf einer Prioritätenliste, die die Verwaltung im Mai 2008 vorgelegt hatte und die von der Gemeindevertretung beschlossen worden war. Allerdings hatte es das Heizhaus nicht unter die ersten Projekte geschafft, so Fachbereichsleiter Georg Klein. Investitionen wie die Erweiterung der Gesamtschule, der Sporthallenbau, der Neubau der Kita Birkenwäldchen und andere kamen zunächst an die Reihe. Jetzt gehe es darum, die nächsten Vorhaben festzulegen, so Klein.
Mit diesem Thema will sich der Sozialausschuss daher auch in seiner nächsten Sitzung befassen. Denn nach dem gegenwärtigen Stand ist die Aufstockung erst 2012 wahrscheinlich, es sei denn, die Gemeindevertretung fasse einen anderen Beschluss, so Klein. Für 2011 haben die Haushaltsberatungen begonnen. Nach den ersten Entwürfen sei noch ein siebenstelliges Defizit auszugleichen. Bislang wurde mit rund 350 000 Euro für die Erweiterung des „Heizhauses“ gerechnet. „Wir machen viel in der Gemeinde für junge Leute und sind nicht gegen die Erweiterung des Heizhauses“, stellte der Ausschussvorsitzende Axel Kruschinski (SPD) fest.
Die Gemeinde müsse „zumindest in die Planungsphase kommen“, forderte Jürgen Schneider (sachkundiger Einwohner, Linke). Dabei sollten die Jugendlichen einbezogen werden, um ihnen eine Perspektive zu bieten. Ohne Verankerung im Haushalt für 2011 blieben alle Bemühungen „Fensterreden“, machte Joachim Pieczkowski (sachkundiger Einwohner, SPD) deutlich. Der Sozialausschuss könne ein Votum für die Gemeindevertretung abgeben, dass die Erweiterung im Haushalt 2011 hohe Priorität genießen soll. In diesem Fall müssten die Fraktionen sagen, bei welchen anderen Projekten Abstriche gemacht werden sollen.
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