Briest (moz) In der Autowerkstatt von Kfz-Meister Detlef Hilges ist erneut eingebrochen worden. Es ist der dritte Vorfall dieser Art innerhalb von nicht mal einem Jahr. Schon im November vergangenen Jahres konnten die Täter auf einem Überwachungsvideo identifiziert werden, doch offenbar sind sie weiter auf freiem Fuß. Der Kfz-Meister fürchtet nun um seine Existenz und zweifelt an den Ordnungsbehörden.
Es ist nachts, Stille liegt über der Autowerkstatt und den Hallen, die zum Grundstück gehören. Drei Einbrecher nutzen den Schutz der Dunkelheit und verschaffen sich Zutritt zum Büro und der Werkstatt. Bilanz ihrer nächtlichen Räubertour: fünf schrottreife Autos und ein kaputtes Werkstatttor. „Das war brutal. Die Leute sind einzig und allein auf Zerstörung aus“, meint Detlef Hilges.
Die Wege der Täter sind auf dem Überwachungsvideo genau nachzuvollziehen. Mit voller Wucht haben die zum Teil vermummten Gestalten das Werkstatttor eingefahren, um sich dann in einem der Kundenautos zu einer nächtlichen Spritztour abzusetzen. Doch weit kamen sie nicht: Die Fahrt endete für einen Wagen bereits in Fredersdorf, wo die Täter das Auto mit Totalschaden hinterließen. Doch nicht nur, dass der Kfz-Meister erneut seine Versicherung in Anspruch nehmen musste, um seinen Kunden den Schaden an ihren Wagen zu ersetzen. Als er die Autos wenige Tage nach dem Einbruch aus der Obhut der Polizei abholte, fand er in ihnen eindeutige Spuren der Täter. „Bierflaschen und Kleidungsstücke mit Blut waren darin. Dabei sollten die Autos von der Spurensicherung untersucht werden“, wundert sich Hilges.
Dabei ist die Suche nach den Tätern für den Kfz-Meister abgeschlossen. Die seien aus früheren Einbrüchen in der Werkstatt bekannt. Identifiziert durch eine Zeugenaussage und das Überwachungsvideo, das bereits beim letzten Einbruch im November 2009 der Polizei übergeben wurde. „Aber was nützt das, die machen einfach weiter. Und keiner unternimmt etwas“, ärgert sich Hilges. Durch die Vorfälle schwindet das Vertrauen seiner Kunden und seine Existenz ist akut bedroht. Zwar habe er nach dem Rauswurf aus seiner Versicherung eine neue gefunden, „aber natürlich zu anderen Konditionen“, unterstreicht er.
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. „Ein Verfahren vom Oktober 2009 ist eingestellt worden. In einem weiteren Fall aus dem November stehen die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss und es wird über eine Klageerhebung entschieden“, informiert eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eberswalde. Ob es sich im aktuellen Fall wirklich um die gleichen Täter handelt, prüft nun die Polizei.
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