Rüdersdorf (moz) Das Regattahaus des Rudervereins Kalkberge kann saniert werden. Die Mehrheit der Gemeindevertreter stimmte einem Vertrag zwischen Gemeinde und Verein zu. Doch nicht nur das Regattahaus wird angepackt, sondern gleichzeitig werden auch Turnhalle und Kraftraum modernisiert. Das soll eine Aufforderung des Landessportbundes, der 120 000 Euro Fördermittel zur Verfügung stellte, sein. Um dieses Mehr zu schaffen, aber den Gemeinde-Haushalt nicht mehr als geplant zu belasten, haben sich die Vereinsmitglieder verpflichtet, die Eigenleistungen zu erhöhen.
Unklar ist, ob der Ruderverein in den Genuss von Interreg-Mitteln kommt. Eigentlich, so erläuterte der stellvertretende Bürgermeister Jörg Lehmann (SPD), sollte es eine Zu- oder Absage im September geben. „Doch die polnischen Nachbarn haben ihren Fonds ausgeschöpft. Es sind nur noch zwei Millionen Euro im Topf, also das Geld, das wir beantragt haben. Allerdings gibt es noch viele andere Projektanträge, die, die bei einem positiven Bescheid für Rüdersdorf, komplett leer ausgehen würden“, erklärte Lehmann. Er rechnet mit einer Entscheidung im Oktober. Sollte der Antrag positiv beschieden werden, könnte das komplette Rudervereins-Areal umgebaut und saniert werden.
„Die Summe des Eigenanteils der Gemeinde ist so geblieben, wie im Haushalt eingeplant“, antwortet Bürgermeister André Schaller (CDU) auf eine entsprechende Frage des Finanzausschussvorsitzenden Wolfgang Paschke (UBB/HWG). Rita Nachtigall (SPD) hingegen betonte: „Das Gelände des Rudervereins wird vorbildlich bewirtschaftet und ist eine Werbung für die Gemeinde. Bei dieser Abstimmung geht es einzig darum, den fehlenden Beschluss zur haushalterischen Festsetzung nachzureichen.“
Das sah auch die Mehrheit der Gemeindevertreter so, die der Vorlage zustimmten und auch einem Passus, nach dem sich Gemeinde und Verein das finanzielle Risiko bei Überschreitung der Kosten je zur Hälfte teilen. „Ich hätte vor Stolz an die Decke springen können. Es war für mich über ein Jahr Kampf um Fördermittel und Finanzierung. Ich bin dankbar, dass die Gemeindevertreter mit ihrer Zustimmung für das Regattahaus, dem Verein mit seinen Erfolgen und seiner Jugendarbeit so eine gesicherte Zukunft geben“, sagte Jörg Lehmann.
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