Frankfurt (moz) Die Zahl der Besucher am Helenesee ist in diesem Jahr gestiegen. Vor allem aus Polen und Berlin kamen mehr Gäste. Die Winterpause soll für Reparaturen und die Umsetzung von Brandschutzbestimmungen genutzt werden. Für den Sommer 2011 wird ein Hundestrand vorbereitet.
Sonnenanbeter: Bei sommerlichem Wetter ist der Helenesee nach wie vor ein Anziehungspunkt für Erholungsuchende.
Der Helenesee gehört zu den wenigen Badeseen, an dem Hundebesitzer keine Möglichkeit haben, sich zusammen mit ihren Lieblingen zu erholen. Schon seit DDR-Zeiten gilt auf dem Areal Hundeverbot. Dieses soll jetzt gelockert werden. „Im Campingbereich und an den Badestränden bleibt das Mitbringen von Hunden auch künftig untersagt“, betont Stefan Voss, Vorstandsvorsitzender der Helenesee AG. Doch dem Wunsch nach einem separaten Hundestrand für Tagesbesucher, der immer wieder vorgetragen werde, wolle die AG jetzt entsprechen.
Am Weststrand, wo einst die Bungalows der Taucher standen, soll ab 2011 vorübergehend – bis zum Beginn der Bauarbeiten für die neuen Bungalows – ein Hundestrand eingerichtet werden; mit eigenem Eingang und Parkplatz. Voraussetzung ist eine Zustimmung des Umweltamtes. „Wir haben eine Begehung gemacht und auch über die nötige Reinigung gesprochen“, sagt Stefan Voss.
Gesäubert werden könnte auch der Hundestrand mit der neuen Strandreinigungsmaschine, mit deren Hilfe in den kommenden Wochen alle Strände gründlich von Unrat befreit werden sollen. Das Gerät ist die einzige größere Investition in dieser Saison in einem Campingpark, dessen Infrastruktur erheblich sanierungsbedürftig ist. Auch deshalb ruhen die Hoffnungen sowohl der Betreiber als auch der Verantwortlichen in der Stadt darauf, dass es wie angekündigt zu einem Engagement finanzstarker neuer Hauptaktionäre bei der AG kommen wird.
Während Sport- und Grünanlagen wieder einen gepflegten Eindruck machen und die Strände dank neuer Abfallbehälter sauberer geworden sind, hat sich der Zustand der sanitären Anlagen weiter verschlechtert: Nach großen Winterschäden blieb erstmals ein Teil der WCs zugenagelt. „Wir konnten die Schäden nicht vollständig beseitigen, wegen des kühlen Wetters im Mai und Juni blieben die Einnahmen aus“, erklärt Stefan Voss. Dass zumindest ein Teil der Toiletten geöffnet wurde, sei „ein Kompromiss“ gewesen. Nach Abschluss der laufenden Saison sollen die Sanitärhäuser aber Stück für Stück repariert werden. Auch sämtliche Strandtreppen sollen in der Winterpause instandgesetzt werden.
Die Zahl der Tagesbesucher ist laut Helenesee AG gestiegen, wenn auch die angestrebte Zahl von 100 000 Gästen nicht erreicht werden konnte. Vor allem aus Berlin und Polen kamen mehr Badegäste als früher – „eine für uns interessante Entwicklung“, sagt der AG-Chef. Die Zahl der Urlauber sei aber „nicht zufriedenstellend“. Ein Grund dafür: Es gibt zu wenig Urlauberunterkünfte am See. Wenigstens zum Neptunfest sei der Zeltplatz ausgebucht gewesen.
Das Konzept für mehr Sicherheit ist aus Sicht der AG aufgegangen, seit dem Sommer hat der Revierpolizist ein eigenes Büro am See. Probleme gibt es nach wie vor mit zerschlagenen Glasflaschen – ein Verbot der Flaschen „war rechtlich nicht durchzusetzen“, bedauert Rechtsanwalt Stefan Voss. Probleme gibt es zudem mit anhaltenden nächtlichen Einbrüchen in Bungalows.
Bereits im September will die Helenesee AG mit der Umsetzung der Brandschutzbestimmungen beginnen, informiert Stefan Voss. „Die Brandschutzstreifen werden so gezogen, dass die bestehende Bausubstanz fast unangetastet bleibt“, betont er und kündigt an: „Wir laden die Camper wie versprochen im Herbst zur öffentlichen Versammlung ein.“
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