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Moses Fendel 02.09.2010 07:59 Uhr - Aktualisiert 02.09.2010 11:42 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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„Die Erinnerung darf nicht enden“

SÅ‚ubice / Frankfurt (moz) Mit dem deutschen Angriff auf Polen begann vor 71 Jahren der Zweite Weltkrieg. In beiden Städten fanden gestern Gedenkveranstaltungen statt. Eine Frankfurter Delegation legte einen Kranz in Słubice nieder. Am Nachmittag trafen sich die Bürgermeister auf der Stadtbrücke.

  Gedenken der Opfer: Bürger von SÅ‚ubice legen Blumen für die Toten des Zweiten Weltkriegs am Heldendenkmal nieder. © MOZ/Dietmar Horn

Mehrere hundert Menschen sind gestern morgen zum Heldenplatz in Słubice gekommen, um am Jahrestag des Einmarsches deutscher Truppen in Polen vor 71 Jahren der Opfer des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Zu den Klängen von Marschmusik haben sie sich am Heldendenkmal versammelt. Nachdem die polnische Nationalhymne, der Mazurek Dabrowskiego, verklungen war, wurden Reden gehalten und Kränze am Denkmal niedergelegt. „Die Zeit verfliegt, doch die Erinnerung an unsere Toten darf nicht enden“, sagte Ryszard Bodziacki, Bürgermeister von Słubice. „Sie werden uns als Beispiel für gute polnische Bürger für immer im Gedächtnis bleiben“, fügte er hinzu. Er rief die Bürger beider Städte dazu auf, vor allem auf das zu schauen, was sie verbinde, und nicht nur auf das Trennende. Der Landrat des Kreises Słubice, Andrzej Bycka, lobte die gute Nachbarschaft beider Städte im vereinten Europa. „Ich hoffe auf eine Zukunft ohne Krieg“, sagte er. Es sei wichtig, gerade die junge Generation, die den Krieg nicht mehr miterlebt habe, an die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit zu erinnern. Auch eine deutsche Delegation um den ehemaligen Frankfurter Bürgermeister Martin Patzelt legte einen Kranz nieder. Unter den Bürgern, die zum Klang eines Trommelwirbels auf das Denkmal zuschritten und sich vor ihm verneigten, waren unter anderem polnische Veteranen, Vertreter von Polizei und Feuerwehr, sowie Schüler der Słubicer Schulen.

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Gedenken

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.   01. 09. 2010, Gedenken an den Ausbruch des zweiten Weltkrieges in Slubice. © MOZ/Dietmar Horn

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Auf deutscher Seite wurde ebenfalls des Kriegsbeginns gedacht. Mehr als 20 Menschen kamen um 10 Uhr zum Mahnmahl für die Heimkehrer am Polizeipräsidium in Frankfurt, wo sie die Worte von Horst Maywald vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hörten. Um 17 Uhr wurde die Friedensglocke am Holzmarkt geläutet. Pfarrer Frank Felgner sprach dazu ein Gebet. Es war der Auftakt des Friedenswegs zum Weltfriedenstag, zu dem die Arbeitsstelle für evangelische Kinder- und Jugendarbeit aufgerufen hatte.

Um 17 Uhr 30 trafen sich die Bürgermeister beider Städte auf der Stadtbrücke. Außer den beiden sprachen Helmuth Markov, stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister von Brandenburg, sowie Helmut Scholz, Mitglied des europäischen Parlaments, zu den Zuhörern. Anschließend berichtete Czesława Tylek in der Friedenskirche über ihre Erinnerungen an den Kriegsausbruch. Für die musikalische und inhaltliche Gestaltung sorgte der Kammerchor Adoramus aus Słubice. Passend zum Thema läuft in der Friedenskirche noch bis zum 
23. September die Ausstellung „Der Überfall auf Polen“.

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