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Konzeption für Begegnungsstätte

Ahrensfelde (moz) Von Kai-Uwe Krakau

In der Juni-Sitzung hatten die Gemeindevertreter von Ahrensfelde grünes Licht für die Planung des „Bürgerhauses“ gegeben. Es soll auf einer Fläche hinter dem Rathaus an der Lindenberger Straße errichtet werden. Das Gebäude wird u.a. über einen Saal verfügen, die 
Bibliothek beherbergen und Räume für eine teilstationäre Pflege haben. Vorgesehen ist auch eine Seniorenbegegnungsstätte. Mit der Frage, wie diese ausgestaltet werden soll, beschäftigte sich der Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Die Verwaltung hatte sich bereits dem Thema genähert und ihre Fühler in Richtung der deutschen Hauptstadt ausgestreckt. Dort gibt es zahlreiche Einrichtungen für ältere Menschen, die sich jedoch in ihrer Struktur, dem Angebot und der Trägerschaft unterscheiden. „Von den Erfahrungen können wir profitieren“, sagte Fachbereichsleiterin Regina Schaaf.

Nach der Besichtigung von Seniorenbegegnungsstätten und Gesprächen mit den Mitarbeitern scheint klar: Der Leiter sollte hauptamtlich tätig sein und aus dem Altenpflegebereich kommen. Ehrenamtlich tätige Menschen seien zwar wichtig, mit ihnen allein könnte man eine solche Einrichtung aber nicht betreiben, hieß es.

Stichwort Finanzen: Die meisten Seniorenbegegnungsstätten, so hatte es die Verwaltung 
herausgefunden, tragen sich selbst. „Alt sein bedeutet nicht, arm zu sein“, so Regina Schaaf. Zunächst müsse jedoch mit einer zwei- bis dreijährigen Anlaufphase gerechnet werden, in der die Kommune entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Darüber hinaus sei auch zu klären, ob die Seniorenbegegnungsstätte nur von Einwohnern des Ortsteils Ahrensfelde genutzt werden soll. Bürgermeister Wilfried Gehrke bezog in dieser Frage eine eindeutige Position: „Ich bin dafür, dass sie von den Senioren aus allen Ortsteilen besucht werden kann,“ sagte er. Der Verwaltungschef sprach sich auch dafür aus, erst zu entscheiden, wer Betreiber wird – die Kommune oder ein freier Träger. Anschließend müsste über die inhaltliche Ausrichtung diskutiert werden. „Die Lobetaler wollen nicht alles machen“, betonte Gehrke und verwies ausdrücklich darauf, dass die Hoffnungstaler Anstalten bereits die Tagespflegestation übernehmen wollen. Die Kommune hatte ursprünglich eine „Paket-Lösung“ angestrebt.

„Wir müssen wissen, was wir wollen“, bekräftigte anschließend Regina Schaaf. Nach ihrer Auffassung ist es schwierig, den verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden. „Die neuen Siedlungen sind soziale Einheiten. Da ist Potenzial, um das wir uns kümmern müssen“, sagte die Fachbereichsleiterin.

In der Diskussion sprach sich Monika Haake dafür aus, dass die Kommune die Einrichtung „in der Hand“ behalten sollte. Frank Meuschke plädierte dafür, das Gespräch mit freien Trägern zu suchen. „Unsere individuellen Programme in den Ortsteilen müssen weiterlaufen“, meinte Gertraude Herzog. Nicht jeder Senior könne schließlich nach Ahrensfelde kommen.

Das Gremium einigte sich schließlich darauf, gemeinsam zwei, drei Seniorenbegegnungsstätten zu besuchen. In der nächsten Ausschusssitzung erfolgt dann die Auswertung.

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