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FOSCHROEDER 02.09.2010 19:54 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Panketaler erhält Krimipreis

Panketal (moz) Von Kai-Uwe Krakau

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Thomas Nommensen

© MOZ/Sergej Scheibe

Der Autor Thomas Nommensen aus Panketal wird für die Kurzgeschichte „Luisas Traum“ mit dem erstmals verliehenen Freiburger Krimipreis 2010 ausgezeichnet.

„Die Freude war natürlich groß“, sagt der 46-jährige Nommensen über den Augenblick, als er von seinem ersten Preis erfuhr. Fast hätte er sogar auf dem Tisch getanzt, gibt er schmunzelnd zu – doch getan hat es der Panketaler dann doch nicht. In ein paar Tagen, am 25. September, fährt Nommensen in die badische Stadt. Dort wird ihm im Rahmen des Krimifestes die Auszeichnung überreicht. Nommensen, der erst seit anderthalb Jahren wieder schreibt, war in diesem Jahr bereits für den renommierten Agatha-Christie-Preis nominiert.

Der Autor wurde in Schleswig-Holstein geboren. Während andere Jugendliche mit Fußballspielen beschäftigt waren, schrieb er Gedichte und kurze Geschichten. Einige wurden sogar in Stadtmagazinen veröffentlicht. Doch dann stellte Nommensen die Schreibmaschine in die Ecke, fast 30 Jahre machte er Pause.

Ein schöner Tag am Strand sollte dann die Wende bringen. Nommensen war damals mit seiner Frau – Jutta Maria Herrmann ist ebenfalls Krimiautorin – unterwegs, als plötzlich die Idee kam: Ich schreibe auch Kriminalgeschichten. Ganz so schnell ging es dann aber doch nicht. Zwei Jahre vergingen, ehe sich Nommensen an den Computer setzte. „Elsas Liste“ erschien im Dezember 2009 in einer Anthologie.

„Ich bin immer künstlerisch tätig gewesen“, sagt der Panketaler, der kurz vor dem Fall der Mauer nach Berlin kam. So arbeitete er als Musiker, war Toningenieur und Dozent und ist gegenwärtig als Software-Entwickler tätig. „Wenn man aufmerksame Zuhörer für seine Geschichten findet, motiviert das zusätzlich“, sagt Nommensen. Inzwischen entstehen die Geschichten vor allem im Urlaub. „Lob und Kritik gibt es dann sofort von meiner Frau“, so der Panketaler.

Was macht einen guten Krimi aus? Er muss etwas Neues bieten, den Leser von der ersten Seite an mitnehmen, findet der Autor. „Sonst bleiben die Bücher im Regal stehen.“ Auch sprachlich erwartet der 46-Jährige ein höheres Niveau. „Das versuche ich auch in meinen Krimis umzusetzen“, sagt er. Kurze Storys von fünf bis 
20 Seiten sind für Nommensen dabei besonders anspruchsvoll. „Da muss man ganze Geschichten transportieren“, meint er. Ansonsten hat der Panketaler ein 
Faible für Menschen am Rande der Gesellschaft. So wie für die am Down-Syndrom erkrankte Luisa, die Protagonistin „auf der guten Seite“ in seinem preisgekrönten Krimi. Oder auch für die an Demenz leidende alte Frau, die sich in einer anderen Kurzgeschichte gegen ihren rabiaten Mann wehren muss.

Derzeit schreibt Nommensen an seinem ersten Roman, skandinavisch angelegt und mit klassischem Kommissar. 2011 soll er veröffentlicht werden.

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