Lebus (moz) Das gemütliche Beisammensein im „Anglerheim“ Ende August hat bei den Mitgliedern der Lebuser Ortsgruppe der Volkssolidarität eine lange Tradition. Beim diesjährigen Treffen am Mittwochnachmittag stand der Chor im Mittelpunkt. Das Aushängeschild der Lebuser Ortsgruppe beging sein 30-jähriges Bestehen.
Bürgermeister Herbert Radtke, Vertreter des Lebuser Carnevalclubs (LCC) und des Amtsseniorenbeirates würdigten bei ihren Glückwünschen an Chorleiterin Elke Pfeiffer und ihr Ensemble die Sängerinnen und Sänger als ein „Aushängeschild“ und als „Botschafter“ der Stadt. Finden die Auftritte des Chores doch längst nicht nur in Lebus und seinen Ortsteilen sowie umliegenden Gemeinden statt, sondern auch bei den polnischen Freunden in Slonsk, in Seelow, Frankfurt (Oder) und im Potsdamer Nikolaisaal.
Die Vorsitzende der Ortsgruppe der Volkssolidarität, Ingrid Blankenfeld, erinnerte mit Zitaten aus dem 1991-er Heimatkalender des Kreises Seelow an die Gründungszeit des Chores: Im März 1979 hatten sich erstmals zehn sangesgfreudige Lebuser Seniorinnen und Senioren getroffen. Dem kurz darauf gegründeten „Veteranenchor“, dessen Träger damals noch die LPG Tierproduktion war, gehörten schon bald 22 Sängerinnen und Sänger an.
Heute sind es 27, unter ihnen sind sieben Männer. Die Chormitglieder kommen nicht nur aus Lebus und seinen Ortsteilen, sondern auch aus Frankfurt (Oder) und sogar aus Falkenhagen. Ingrid Blankenfeld erinnerte dankbar an die früheren Chorleiterinnen Elli Grunewald und Gisela Gahr sowie an Harmonikaspieler Dieter Döppner und nannte die „unverwüstliche Käthe Kühn“ (85) als einziges noch aktives Gründungsmitglied des Chores.
Vor drei Jahren hat Elke Pfeiffer dessen Leitung übernommen. Die ehemalige Musiklehrerin tue der Qualität des Ensembles gut, lobte Ingrid Blankenfeld. Das Repertoire des Chores schätzt Elke Pfeiffer auf etwa 80 Lieder – „ohne Weihnachtslieder“, wie sie betont. Wobei es die Chormitglieder traditionell nicht beim Gesang belassen – sie tanzen zum Teil zur Musik, spielen kleine Sketche, rezitieren. Geradezu legendär sind die Auftritte des Chores zum Lebuser Karneval. Ihren nächsten Auftritt haben die Sängerinnen und Sänger morgen beim Chortreffen in Alt Zeschdorf.
Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken ergriff Bürgermeister Herbert Radtke am Mittwoch im Anglerheim noch einmal das Wort. Er informierte die mehr als 70 anwesenden Lebuser Senioren über anstehende Baumaßnahmen und Ereignisse in der Stadt. Unter anderem darüber, dass Ende September Bauabnahme und offizielle Eröffnung des sanierten Kulturhauses sein soll, das „überall behindertengerecht“ ausgebaut worden sei, wie der Bürgermeister betonte.
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