Altlewin (moz) Der Jesargraben, der das alte Fischerdorf Altlewin von seinem Friedhof trennt, ist derzeit randvoll. Dennoch kommen die Altlewiner trockenen Fußes zum Gottesacker. Denn die seit April andauernde Erneuerung des Bauwerkes, die im Rahmen des ländlichen Wegebaus zu 75 Prozent von Land gefördert wurde, ist abgeschlossen. Bürgermeister Siegfried Link und Bernd Weber, Ortsvorsteher von Alttrebbin/Altlewin, haben am Freitag die Brücke freigegeben. Die veranschlaten Baukosten von insgesamt 161 000 Euro mussten nicht ganz ausgegeben werden.
Der Banddurchschnitt erfolgte, obwohl die Firma Strabag als Auftragnehmer noch kleinere Restarbeiten zu erledigen hat. So muss das Geländer aus Eichenholz noch mit Holzschutzmittel gestrichen und die Grabenböschung an den Widerlagern mit Steinen gegen eine weiteres Abspülen gesichert werden. Der Starkregen im August hatte die Baustelle gleich einem Härtetest unterzogen, so dass mögliche Mängel gleich sichtbar wurden und abgestellt werden konnten, erklärte der Bürgermeister. .
Wie durch ein kleines Wunder hatte die für Beerdigungen vorgesehene Ersatz-Zufahrt zum Friedhof nicht genutzt werden müssen: Seit April war im Dorf niemand gestorben. Die alte, in den 1970er Jahren von NVA-Soldaten gebaute Behelfsbrücke über den Jesargraben war so marode geworden, dass akute Unfallgefahr bestanden hatte und die Landwirte nicht mehr auf ihre Flächen kamen. Die Belastbarkeit war auf 1,5 Tonnen herabgesetzt worden.
Die neue, zehn Meter lange und 4,50 Meter breite Brücke, für die die alten Stahlträger aufgearbeitet worden waren, kann nun mit 16 Tonnen belastet werden. Das kommt vor allem den in diesem Bereich wirtschaftenden Landwirten zu Gute, die sich jetzt allerdings mit dem etwas höherem Geländer der Brücke anfreunden müssen. „Diese Höhe ist jedoch aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben. Daran konnten wir nichts ändern“, so der Bürgermeister. Insgesamt sei die Freude über die schmucke Brücke im Dorf aber groß.
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