(moz) Die vernetzte Welt hat so ihre Tücken: Die Sprechstundenhilfe liest die Versichertenkarte des Patienten am PC ein und weiß sofort, wen sie vor sich hat. Auch die Kassiererin im Supermarkt weiß, wie viel Geld der Kunde beim letzten Einkauf im Geschäft gelassen hat, wenn sie ihm die beliebten Shoppingpunkte aufs Konto bucht.
Wer nicht aufpasst, wird schnell zum durchsichtigen Mitbürger und gibt persönliche Daten von sich preis, die er eigentlich lieber für sich behalten hätte. Spätestens dann ist er angekommen in der gläsernen Gesellschaft.
Dazu zählt auch eine moderne Verwaltung, die sich gern als E-Government bezeichnet. Damit wird der Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechniken umschrieben, der so manchen Behördengang überflüssig macht. Gerade in den Rechnern der Amtsstuben werden sensible Bürgerdaten gespeichert, unabhängig davon, ob der Betroffene das überhaupt möchte. Dessen sollten sich die Verwaltungen bewusst sein. Die Schutz dieser Daten darf nicht auf der Strecke bleiben.
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