Schwedt (moz)
Am 10. und 11. September findet in den Uckermärkischen Bühnen wieder die „sam“, die Schwedter Studien- und Ausbildungsmesse, statt. Über 60 Aussteller präsentieren bei der inzwischen neunten Auflage über 100 verschiedene Berufe. Erstmals holen die Veranstalter die Schüler aus der Umgebung sogar mit einem eigenen Shuttlebus ab. Derweil blieben 2010 fast 800 Lehrstellen unbesetzt, während über 300 Schulabgänger noch immer einen Ausbildungsplatz suchen.
Wo sich sonst die Kulturinteressierten aus Schwedt und Umgebung versammeln, tummeln sich an diesem Freitag und Sonnabend wieder mal zahlreiche Schüler, um sich über ihre Jobchancen in der Region zu informieren. Wie bereits in den vergangenen Jahren sind die Uckermärkischen Bühnen erneut der Veranstaltungsort der „sam“, der Schwedter Studien- und Ausbildungsmesse, die 2010 bereits in die neunte Runde geht. Der Eintritt ist wie immer frei.
Neben den lokalen Branchengrößen wie Leipa oder dem PCK, werden sich auch an diesem Wochenende wieder viele kleine Unternehmen präsentieren, um den jungen Menschen Anreize zu bieten, auch nach dem Schulabschluss in der Region zu bleiben. Der Veranstalter, der Verein „Junge Wirtschaft Schwedt“, verspricht den angehenden Azubis dabei rund 60 Firmen, die über 100 unterschiedliche Berufe präsentieren.
Und dass großer Bedarf an Vermittlungsangeboten besteht, zeigt ein kurzer Blick in die aktuelle Statistik: Im Arbeitsagenturbereich Eberswalde, zu dem auch Schwedt und Angermünde gehören, waren im August noch 780 freie Lehrstellen gemeldet. Dem gegenüber stehen 310 junge Leute ohne Ausbildungsplatz. Im Vergleich zum August 2009 schrumpfte das Lehrstellenangebot um 10,2 Prozent. Die Zahl der Bewerber stieg gegenüber dem Vergleichsmonat 2009 hingegen leicht, um insgesamt 52 Bewerber. Offene Stellen sind insbesondere im Dienstleistungsgewerbe zu finden. Dazu zählen Fachverkäufer in einer Bäckerei, Köche, Friseure und Hotelfachleute. Auch technische Ausbildungsberufe wie Elektroniker sind noch zu haben.
„Die Messe ist deshalb eine gute Gelegenheit für junge Leute, sich in Ruhe möglichst breit zu informieren. Für die Betriebe bietet sich die Chance, auch Berufe vorzustellen, die bisher vielleicht noch nicht so bekannt sind“, so Sabine Endmann, Sprecherin der Arbeitsagentur. Das sieht auch der SPD-Abgeordnete Mike Bischoff so. „Das wird ein einzigartiger Markt der Möglichkeiten“, verspricht der Politiker, der nicht nur einer der Initiatoren der Messe ist, sondern seit dem Start 2002 auch die Schirmherrschaft übernommen hat.
Um die regionale Bedeutung der Messe weiter zu stärken, haben die Veranstalter in diesem Jahr außerdem erstmals einen Shuttleservice eingerichtet, mit dem Schüler aus Angermünde, Eberswalde, Prenzlau und Templin kostenlos zur Messe gefahren werden. „Die Plätze hierfür sind allerdings alle schon belegt“, muss Thomas Rother vom Verein „Junge Wirtschaft Schwedt“ alle Kurzentschlossenen enttäuschen. Zirka 400 Schüler aus weiterführenden Schulen der Uckermark und dem Barnim haben sich bereits für den Besuch der „sam“ angemeldet.
Eröffnen wird die Veranstaltung am Freitagmorgen um 10 Uhr übrigens Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck.
Schwedter Ausbildungsmesse: Freitag, 10 bis 18 Uhr, Sonnabend, 10 bis 14 Uhr, Uckermärkische Bühnen. Weitere Informationen www.go-sam.de
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