Golzow (moz) Mit einer „Langen Filmnacht“ hatte der Verein „Golzower für Golzow“ vom Freitag zum Sonnabend das zehnjährige Bestehen des als Ausstellung gegründeten Filmmuseums begangen. In der Oderbruchhalle waren Zuschauer aus vielen Teilen Berlins und Brandenburgs gekommen. Sie hatten die Möglichkeit, mit den Golzowern und den Filmemachern Barbara und Winfried Junge ins Gespräch zu kommen.
„Das war für uns ein wunderschöner Tag. Aber jetzt reicht es auch.“ Zufrieden aber müde verließen Ute und Christian Dorn nach Mitternacht die lange Filmnacht in der Oderbruchhalle. Als Golzower Bürgermeister hatte Christian Dorn vor mehr als zehn Jahren die Initiative für die Einrichtung einer Ausstellung für die Langzeitdokumentation „Kinder von Golzow“ an authentischer Stelle gestartet. Seither hat sich „sein Kind“ unter Obhut des Vereins „Golzower für Golzow“ zum Museum gemausert, dessen Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind. Die Auswertung der „unendlichen Geschichte“ könnte eine unerschöpfliche Aufgabe werden.
„Wenn das Filmmaterial den Menschen interessant genug erscheint, dann werden sie Wege finden, es zu erschließen“, lautete ein Kommentar von Kameramann Hans Eberhard Leupold im Film „Drehbuch – Die Zeiten“ von 1992, dem zweiten langen Film dieser Nacht. Er gab Anstoß für die Gespräche über die weitere Entwicklung des Filmmuseums. Bürgermeister Klaus-Dieter Lehmann informierte, dass er bereits im Kreisausschuss dafür geworben hat, dass diese Einrichtung einer kontinuierlichen finanziellen Unterstützung bedarf, wenn die Arbeit niveauvoll fortgesetzt werden soll. Mit ständig wechselndem Personal innerhalb kurzfristiger Fördermaßnahmen sei das nicht möglich, war er sich mit den Filmemachern und Mitgliedern des Fördervereins einig. Bis zum Mai nächsten Jahres müsse eine Lösung gefunden werden. Dann nämlich läuft die Stelle der jetzigen Museumsleiterin Elke Hinkelmann aus. Es sei für Golzow wichtig, dass das Museum auch künftig von ihr als eines der Filmkinder geleitet wird.
Dass das Interesse an den Filmen unverändert groß ist, zeigte sich auch zur langen Filmnacht.Die Gäste wurden von den Mitgliedern des Vereins „Golzower für Golzow“ bewirtet, die erstmals die neuen Vereins-T-Shirts präsentierten. Den „Golzowern“, der Verein ist Träger des Filmmuseums, wurde einiges Organisations- und Improvisationstalent abverlangt. Denn ursprünglich sollte die Filmnacht unter freiem Himmel am Feuerwehrdepot stattfinden. Wegen der Witterung wurde dann doch die warme Halle gewählt.
„Wir haben bereits viele Teile gesehen und deshalb entschieden, unser alljährliches Klassentreffen diesmal nach Golzow zu verlegen“, erzählte Frauke Krull aus Niederfinow. Ihre Klasse, die 1968 in der Zepernicker Max-Lenk-Oberschule eingeschult worden war und somit nur etwas jünger als die Filmklasse ist, verfolgte aufmerksam den 1984 gedrehten Film „Diese Golzower – Umstandsbestimmungen eines Dorfes“. Er weckte viele eigene Kindheits- und Jugenderinnerungen. Begeistert nahmen die „Kinder von Zepernick“ die Gelegenheit wahr, mit den Filmemachern noch im Gasthaus Wagner ins Gespräch zu kommen.
Für die Golzower Gäste, von denen die Letzten erst um 4.30 Uhr die Oderbruchhalle verließen, war die Filmnacht ein bisschen wie das Aufblättern von Familienalben. Nicht selten kamen Kommentare dazu, wer da alles noch zu sehen ist. Filmemacherin Barbara Junge ging es ganz ähnlich und sie stellte fest: „Mir ist auch aufgefallen, wie viele von denen, die wir so lange Zeit begleitet haben, doch schon gar nicht mehr leben.“
Die Landwirte des Bereiches Manschnow haben am Dienstag vor Kreistagsabgeordneten und Mitarbeitern des Landesumweltamtes eine rasche Entlastung der Binnenhochwassersituation... mehr
Geld für? Patenkind? im Tschad Seit 2003 gibt es eine Patenschaft zwischen dem Gymnasium auf den Seelower Höhen und einem Kind im Tschad. Die Idee ... mehr
Eine Lesung und ein Konzert der besonderen Art gibt es am Freitag im Friedersdorfer Kunstspeicher. Zu Gast sind Christine Dähn und Thomas Natschinski... mehr
Ralf Kothe ist am Freitagabend auf der Mitgliederversammlung der CDU Brieselang zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Er löst damit Michael Koch ab, der aus persönlichen Gründen nicht mehr angetreten war. Die Mitglieder der CDU in Brieselang... mehr
