Groß Eichholz (moz) Sehnsüchtig wurde am Sonnabend in Groß Eichholz der Sonnenuntergang erwartet. Klärchen zeigte sich dann auch von ihrer schönsten Seite, zauberte einen filmreifen Untergang in den Abendhimmel und gab damit den Startschuss für den vierten LOS-Night-Cup der Feuerwehren.
Kurz vor dem Start: Die Gastgebermannschaft aus Groß Eichholz ist sehr aufgeregt. Die Männer lieferten dann aber einen fehlerlosen Lauf in Bestzeit und gewannen den Night-Cup.
Mit Einbruch der Dunkelheit, gegen 21 Uhr, rüsteten sich achtundzwanzig Mannschaften, auch aus angrenzenden Landkreisen bis hin zu Teltow-Fläming, für den außergewöhnlichen Wettkampf. Auch der Feuerwehrnachwuchs ging mit zwei Gruppen aus Eichholz an den Start. Die Startbahnen, lediglich mit Fackeln ausgeleuchtet, wurden zum Austragungsort für einen Löschangriff nass der besonderen Art.
„Die Dunkelheit erhöht den Schwierigkeitsgrad bei diesem Wettkampf. Da kann man sehen, ob man als Feuerwehrmann Maschinen und Material beherrscht“, sagt Organisator Steve Thiede. Und Stadtwehrführer Frank Ebert, der selber schon einmal beim Night-Cup mitgelaufen ist, fügt hinzu, dass „die Startbedingungen zwar nicht mit einem echten Einsatz zu vergleichen sind. Aber es ist eine ganz gute Übung, denn dann verlernt man nichts.“
Dass Übung dann auch den Meister macht, zeigten gleich zu Anfang des Wettkampfes die Groß Eichholzer Löschkids. Als Vorgruppe gestartet demonstrierten sie den „Großen“ ihr Können, und konnten auch mit Zeiten knapp über einer Minute so manch eine Erwachsenen-Mannschaft hinter sich lassen. „Ich war ganz schön aufgeregt, denn es war so dunkel. Die Kupplungen waren im Schatten, und ich konnte nur ertasten, wo ich was zusammenkuppeln musste“, erzählt Pia Gluttig stolz. Genauso aufgeregt und mit der Dunkelheit auf der hundert Meter langen Startbahn kämpfend waren die Feuerwehrmänner und frauen unterwegs. Die Gastgebermannschaft lief, trotz der Aufregung, eine Zeit von 31,31 Sekunden dicht gefolgt von Teupitz (34,02) und Reudnitz (34,86). Gejubelt wurde bei allen Zielläufen, ob nun in Sekunden erlaufen oder in Minuten, denn jeder Teilnehmer wusste, das ist Sport unter erschwerten Bedingungen. Schläuche müssen mitgenommen und zusammengekuppelt werden, der Helm schränkt die Sicht zusätzlich ein, und die schweren Stiefel erleichtern den Spurt auch nicht. So kam dann so manch ein Team trotz der herbstlichen Temperaturen ganz schön ins Schwitzen.
„Ich finde den Night-Cup Spitze“, schwärmte Storkows Bürgermeisterin Christina Gericke. „Es ist super, dass das regelmäßig hier stattfindet und der Ort so viel leistet. Ich staune, wie viele von außerhalb da sind. Außerdem sind so viele neue Wehren dazugekommen.“ Dies bestätigt auch Stadtwehrführer Frank Ebert. „Woanders werden Feuerwehren zugemacht, hier sieht man, lebt die Feuerwehr“, konstatiert er, bedauert aber zugleich die geringe Beteiligung der Storkower Wehren.
Die Anmeldungen vor allem aus anderen Landkreisen spricht für die Beliebtheit des Night-Cups. „Viele hatten sich im letzten Jahr bereits für den vierten Night-Cup angemeldet“, erzählt Feuerwehrmann Steve Thiede. Wie auch in diesem Jahr, denn auch die erst weit nach Mitternacht stattfindende Siegerehrung schreckte die Feuerwehr-Enthusiasten nicht ab, ausgelassen zur Live-Musik der Band HKO zu tanzen und sich auf den 5. LOS-Night-Cup zu freuen.
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