Eisenhüttenstadt (moz) Es ist keine leichte Aufgabe, aber eine, die erfüllt und bereichert: die ehrenamtliche Mitarbeit im Ambulanten Hospizdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe. 22 Ehrenamtliche aus Eisenhüttenstadt und Umgebung kümmern sich um Schwerstkranke, Sterbende und auch deren Angehörige. Die Ehrenamtlichen im Alter zwischen 34 und 76 Jahren sind Berufstätige, Arbeitsuchende, aber auch Rentner, die zwischen einer Stunde und 20 Stunden pro Woche tätig sind.
„Doch die Nachfrage ist so groß, dass wir gerne in einem neuen Kurs künftige Mitarbeiter ausbilden würden“, sagt Gladys Samol, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes Eisenhüttenstadt. Der Dienst möchte mithelfen, dass mehr Menschen zu Hause sterben können. „Denn obwohl die meisten Menschen am liebsten im Kreise ihrer Lieben sterben würden, sterben rund 55 Prozent in Krankenhäusern, 30 Prozent in Altenheimen und lediglich zehn Prozent zu Hause“, führt Samol aus. In ihrem Kurs lernen die künftigen Mitarbeiter zwischen dem 11. September und April 2011 in etwa 80 Zeitstunden Grundbegriffe der Pflege und Schmerztherapie, etwas über den Umgang mit Angehörigen und deren Trauer, über das Sterben in anderen Kulturen, aber auch über Rechte und Pflichten im Ehrenamt und darüber, wie sie selbst mit dem Thema Tod umgehen können. Zu der Einführungsveranstaltung kamen jedoch nur zwei Frauen, die den diesjährigen Kurs absolvieren wollen. „Das reicht aber nicht aus, um den Kurs durchführen zu können. Wir bräuchten mindestens acht Teilnehmer“, so Samol.
Bereits im Januar 2009 fand ein erster Kurs dieser Art statt. Da die Nachfrage sehr groß war, gab es im vergangenen Jahr einen zweiten Kurs, der im April 2010 abgeschlossen wurde. Doch wenn sich für den diesjährigen Kurs niemand mehr findet, muss er in das nächste Jahr verschoben werden.
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