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Blau-Weiß zum Dritten

Petershagen-Eggersdorf. Das dritte Spiel in der Fußball-Landesliga Nord – und der SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf durfte auch zum dritten Mal einen Sieg bejubeln. Gegen einen der Favoriten der Liga, den Werderaner FC Viktoria, gewannen die Doppeldörfler mit 3:1 (2:0).

  Machte ein tolles Spiel: Er schoss das erste Robert Pocrnic. Im Hintergrund Robert Koschan. © Edgar Nemschok

Es war ein tolles Spiel, das 213 Zuschauer auf dem Petershagener Waldsportplatz zu sehen bekamen. Ab der zehnten Minute wurde es ein rassiges, temporeiches und sehr intensives Fußballspiel. Beide Mannschaften gingen ein hohes Tempo und waren absolut gleichwertig. Das heißt aber auch, dass es die ganz großen Torraumszenen zunächst nicht gab. Die erste richtig dicke Möglichkeit hatten die Gäste, als nach einem schnellen Angriff über ihre rechte Seite mit Alex Lucas der Mittelstürmer Roberto Koschan bediente. Blau-Weiß versuchte vor allem schnell das Mittelfeld zu überbrücken, um dann mit Lars Dingeldey, Enrico Butter oder Sebastian Holtze zum Erfolg zu kommen. Allerdings waren die Stürmer im Abschluss nicht immer entschlossen genug, denn Gäste-Torhüter Andreas Herzog machte nicht unbedingt den sichersten Eindruck. Je länger das Spiel dauerte, je enger wurde es vor beiden Strafräumen. So musste irgendwann dann eine Einzelleistung für einen Erfolg sorgen. Die gelang Robert Pocrnic, der ein sehr gutes Spiel ablieferte. Sein wunderbar um die Werderaner Mauer gezirkelter Freistoß aus gut 20 Metern schlug ins linke obere Toreck zum 1:0 ein (34.). Blau-Weiß legte nach und zwar erneut durch eine Einzelaktion. Diesmal war Dingeldey erfolgreich. Seinen Schuss aus vollem Lauf aus gut 25 Metern konnte Torhüter Herzog nur noch aus dem Netz holen. Blau-Weiß hätte sogar vor der Halbzeitpause das Spiel schon entscheiden können – nach der ersten richtig gut herausgespielten Torchance nämlich. Dingeldey und dann Pocrnic, der Butter mit einem wunderbaren Pass in die Spitze bediente, waren die Akteure. Butter hatte im Abschluss Pech, denn der Ball ging nur ganz knapp über die Querlatte.

Das Spiel wurde in der zweiten Halbzeit dann sogar noch besser. Klar, die Gäste mussten aktiver werden und öffneten die Abwehr ein wenig. Die erste Möglichkeit in diesem zweiten Durchgang hatte der Gastgeber. Wieder war es Pocrnic mit einem Freistoß, den er mit viel Gefühl aufs Werderaner Tor schlug. Torhüter Herzog war diesmal auf dem Posten. Der Anschlusstreffer fiel dann in der 51. Minute durch Koschan, und es war erneut eine Einzelleistung.

Drei Minuten später gab es eine recht umstrittene Entscheidung. Ein schöner Spielzug der Blau-Weißen und plötzlich war Dingeldey frei vor Torhüter Herzog, der den Ball zunächst nicht festhalten konnte und sich in den Lauf des Blau-Weiß-Stürmers warf. Beide Akteure prallten zusammen. Der Werderaner Torhüter blieb einige Minuten benommen liegen. Allerdings hätte sich Werder auch nicht beklagen können, wenn Schiri Christian Meier (Teltow) sogar auf den Elfmeterpunkt gezeigt hätte.

Werder wurde stärker und hatte in der 61. Minute Pech, als nach einer Ecke von Thomas Schulz, Koschan den Ball an die Blau-Weiß-Querlatte köpfte. „Aber das ist so. Als Aufsteiger hat man auch das nötige Glück. Wahrscheinlich eines der ungeschriebenen Gesetze im Fußball“, schmunzelte Blau-Weiß-Teamchef Roman Sedlak nach der Partie.

Glück und noch mehr Können bewies Torhüter Thomas Haupt, der einen Volleyschuss von Koschan mit einem unglaublichen Reflex halten konnte. Die Entscheidung im Spiel erzwang wieder einmal Linksfuß Dingeldey, der nach einem tollen Solo in der 76. Minute einschießen konnte. Für Torhüter André Biermann, der Sekunden vorher für Herzog eingewechselt wurde, so etwas wie die Höchststrafe an diesem Tag.

Es blieb schließlich beim verdienten 3:1-Sieg der Doppeldörfler. Für Blau-Weiß geht es in der nächsten Woche zum ersten Auswärtsspiel der Landesliga-Saison. Gastgeber ist dann zu Oberhavel Velten.

Petershagen-Eggersdorf: Thomas Haupt – Resad Demann, Denny Latzke, Daniel Bialluch, Sascha Dehnert (46. Zoran Sambol) – Robert Pocrnic, Silvio Kayser (63. Julien Stöcking), Nick Hamann – Lars Dingeldey, Sebastian Holtze (75. Andreas Kloos), Enrico Butter

 

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