Schwedt (moz) In der Gaststätten-Landschaft der Oderstadt tut sich was: Seit kurzem finden hungrige Einwohner und ihre Gäste neben griechischen Spezialitäten und chinesischen Appetithappen auch feurig-scharfe Gaumenfreuden im neu eröffneten argentinischen Restaurant Mendoza in der Bahnhofstraße. Einen neuen Namen und eine spezialisierte Karte hat sich das „No Name“ einfallen lassen. Und das „Martin’s“ ist nach dem Umzug ins Haus Polderblick im neuen Zuhause angekommen. Auch die Statistik zeigt, dass die gastronomische Vielfalt mit mehr als 50 Anbietern durchaus gegeben ist.
Namen für Namenlose: Mehr als sechs Jahre hatte die Gaststätte „No Name“ von Katrin Herrmann keinen Namen, nun gibt es in der ehemaligen Bankfiliale in der alten Stadtmühle die „Schnitzelbank“ mit Schnitzel in den unterschiedlichsten Ausprägungen.
Die Oderstadt wandelt sich. Auch kulinarisch. Ob chinesisch, griechisch, indisch oder italienisch – mehr als 50 Restaurants und Gaststätten bereiten Einwohnern und Gästen die unterschiedlichsten Gaumenfreuden. Dabei zeigt sich die gastronomische Landschaft in Schwedt relativ stabil. 1995, als erstmals nach der Wende statistische Daten über das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe gesammelt wurden, gab es 103 Gaststätten, Imbisse, Hotels und Pensionen, die gemeinsam in einer Statistik zusammengefasst sind. Gewerbean- und Abmeldungen halten sich nach kleineren Auf und Abs Ende der 90er Jahre die Waage: Mit Stand vom Juli dieses Jahres gibt es insgesamt 88 Betriebe und Anbieter dieser Art.
Ganz neu in der Oderstadt ist das Steakhouse Mendoza in der Bahnhofstraße. Mexikanische und argentinische Spezialitäten stehen hier auf der ellenlangen Speisekarte. Dazu gehören vor allem die beliebten Steaks, aber auch Buritos, Tortillas und Nachos. Selbst Fisch und ausgefallene Speisen wie Kängurufilet sind im Angebot. „Ein Steakhouse gab es hier noch nicht und als ich mir die Gasträume ansah, stand schnell fest, dass ich mich auf diese Richtung spezialisiere“, berichtet Mendoza-Inhaber Giorgio Keseira und ergänzt: „Die Gäste nehmen das Angebot gut an.“
Dass es neben den südamerikanischen Speisen auch Pizza und Pasta gibt, ist nicht etwa eine Hommage an die Vorgänger in der Gaststätte. „Ich mache die Nudeln selbst, also warum nicht auch das anbieten“, meint Giorgio Keseira. Außerdem vergrößere sich so das Angebot und jeder seiner Gäste komme kulinarisch auf seine Kosten.
Alteingesessen und seit Dienstag in neuem Outfit präsentiert sich das „No Name“. Fast unbemerkt vor den Augen ihrer Gäste benannte Inhaberin Katrin Herrmann ihre Gaststätte kurzerhand in „Schnitzel Bank“ um. „Uns wurde berichtet, dass viele Leute bisher mit der alten Bezeichnung einen Privatclub und weniger eine Gaststätte verbanden“, berichtet Katrin Herrmann. Nun wird nicht nur eine Beziehung zum früheren Sitz der Sparkasse hergestellt, sondern auch das Angebot des Gasthauses wird auf den ersten Blick klar. Hier dreht sich alles ums Schnitzel – ob süß oder deftig, megagroß oder klein. „Uns gibt es jetzt mehr als sechs Jahre, da muss man sich weiterentwickeln, sonst wird es langweilig für die Gäste“, erklärt die Inhaberin. Die äußerst beliebten Spareribs finden sich aber auch weiterhin auf der Speisekarte.
Im neuen Domizil angekommen ist das „Martin’s“ im Haus Polderblick. „Am Brandenburg-Tag konnten wir uns vor lauter Gästen nicht retten. Und auch sonst ist immer was los“, freut sich Inhaber Martin Henning.
Früher hätte sein Restaurant in den wenigsten Fällen von öffentlichen Veranstaltungen und flanierenden Spaziergängern profitiert. Das habe sich jetzt komplett geändert. „Jetzt ist es tausendmal besser als früher“, zeigt sich der Gaststättenbetreiber euphorisch. Auch der Blick auf die Reservierungen der nächsten Monate ist überaus erfreulich. „Bis Dezember jeden Tag Belegungen. Auch für die Silvesterparty ist bereits einiges reserviert“, so Henning.
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