Schwedt (moz) Drei Jahre nach dem ersten Aufstieg in die Regionalliga haben die Volleyballdamen des TSV Blau-Weiß 65 erneut diesen Sprung geschafft. Am Wochenende starten sie in die Saison 2010/11 – mit der festen Zielstellung, nicht erneut nach der Saison sofort wieder die Segel streichen zu müssen.
Ein einziger Satzgewinn hat im Frühjahr 2008 gefehlt, um nach dem ersten Regionalligajahr die Klasse zu halten – hätte es gegen Schönebeck nicht ein 2:3, sondern einen 3:2-Erfolg gegeben, wären die Oderstädterinnen in der Spielklasse der Länder Berlin, Sachsen-Anhalt und Brandenburg verblieben. So folgten zwei Jahre in der Brandenburgliga und in diesem Frühjahr dann der souveräne Aufstieg mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung vor Eisenhüttenstadt.
Der Saisonstart für das TSV-Team hat es in dreifachem Sinne ziemlich in sich: Zum einen bringt er gleich mal zwei Spiele an einem Wochenende, was es im weiteren Saisonverlauf nicht mehr geben wird. Zum anderen steht am Sonntag bereits im zweiten Match das mit Spannung erwartete Uckermark-Derby gegen den VC Angermünde auf dem Programm. Und zum dritten hat der Aufsteiger bei zwei Siegen durchaus die Chance, sogar zu Beginn Tabellenführer zu sein.
„Aus eigener Kraft wollen wir den Klassenerhalt sichern“, hat Volleyball-Abteilungsleiter Robert Seifert dem jungen Team kurz vor dem ersten Spiel ins Stammbuch der Erwartungen geschrieben. „Ich freue mich, dass Ihr aufgestiegen seid“, fügte Jörg Anker, Vorsitzender von Blau-Weiß 65, fast nahtlos an. Bei dem unglücklichen Abstieg vor mittlerweile fast 30 Monaten sei er traurig gewesen, nun freue es ihn um so mehr, dass die Volleyballdamen sich selbst vorgenommen haben, zu einem echten Aushängeschild des Vereins zu werden.
„Ihr vertretet mit diesem Anspruch rund 1700 Mitglieder – das ist Ehre und Verpflichtung zugleich“, meint Anker. Als Team müsse man sich beweisen, auch wenn man verliert. Dass viele Spiele in der brandneuen Dreiklang-Halle stattfinden können, sollte zusätzlicher Ansporn sein, den die TSV-Volleyballerinnen natürlich mit der Hoffnung auf stets viele Zuschauer verbinden.
„Durch Kampf- und Teamgeist, mit großem Ehrgeiz und auch Spaß an unserem Sport wollen wir die Saison bestreiten. Wir sind eine sehr junge Mannschaft, die so noch nicht lange zusammenspielt und deshalb auch noch sehr lernfähig ist“, versprach Kapitän Lisa Hubich. Ihr Dank galt dem Vereinsvorstand unter anderem für die Hilfe beim Suchen nach Ausbildungsstellen für Spielerinnen und auch für das Fahrzeug zu den Auswärtsspielen.
Marzahn Berlin am Sonnabend und VC Angermünde tags darauf heißen die Schwedter Auftaktgegner. Mit Cottbus und SC Potsdam II warten noch zwei weitere Brandenburger Teams als Kontrahenten, Staßfurt und Schönebeck repräsentieren Sachsen-Anhalt, während die weiteren Mannschaften durchweg aus der Hauptstadt kommen. Bei der Saison-Generalprobe vor wenigen Tagen hat der TSV in einem Turnier mit sieben weiteren Regionalliga-Teams immerhin den dritten Platz belegt – das sollte das Selbstvertrauen gestärkt haben.
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