Strausberg (moz) Etwa 540 Rekruten des IV. Bataillons des Luftwaffenausbildungsregiments haben gestern in der Barnim-Kaserne ihr Gelöbnis abgelegt. Gleichzeitig wurden etwa 70 Soldatinnen und Soldaten auf Zeit vereidigt. Bei dem feierlichen Zeremoniell anwesend waren neben Vizelandrat Lutz Amsel, mehreren Stadtverordneten und Vertretern der regionalen Wirtschaft auch zahlreiche Eltern, Freundinnen und Bekannte der Soldaten.
Bürgermeisterin Elke Stadeler, Oberstleutnant Ralf-Gunter Leonhardt und Oberstleutnant Hauke Koch schreiten zum Gelöbnis von über 600 Rekruten die Front ab
Sie alle waren vom Bataillonskommandeur Oberstleutnant Hauke Koch willkommen geheißen worden. Besonders herzlich begrüßte er Oberstleutnant Ralf-Gunter Leonhardt. Der berufliche Werdegang des heutigen Leiters des Luftwaffenmuseums der Bundeswehr in Berlin-Gatow spiegele die Veränderungen der vergangenen 20 Jahre wider. Aufgewachsen im Osten Berlins sei er 1991 in die Bundeswehr übernommen worden, wo er anfangs mit der MIG 29 und später mit dem Eurofighter zu tun hatte, bevor er 2008 Leiter des Luftwaffenmuseums wurde.
Oberstleutnant Leonardt ging in seiner Gelöbnisrede auch auf 20 Jahre Vereinigung ein. Mutige und entschlossene Menschen aus der DDR seien damals auf die Straße gegangen und hätten friedlich für ihre Freiheit gekämpft. Der Einigungsvertrag habe es dem deutschen Volk ermöglicht, „nach über 40 Jahren Trennung wieder zusammen ein Land zu gestalten“. Der Oberstleutnant ging an anderer Stelle auch auf die anstehenden „wesentlichen strukturellen Veränderungen“ der Bundeswehr ein. Wie die weiteren Entscheidungen zum Grundwehrdienst, zur Auflösung von Einheiten und Standortschließungen ausfallen würden, könne er nicht sagen. Aber er könne versichern: „Wir sind Strukturreform erprobt.“
Bürgermeisterin Elke Stadeler würdigte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Mit Blick auf die anstehenden Strukturreformen sagte sie: „Wir machen uns Sorgen um die Zukunft der Dienststellen am Standort Strausberg.“ Sie versicherte, dass sich der Landrat und sie für die Erhaltung und weitere Entwicklung des Standorts einsetzten und dabei auf die Unterstützung der Landes- und Bundespolitiker bauten.
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