Schwedt (moz) Das Freigelände des Freizeitbades Aquarium ist weitgehend ungenutzt. Hasen leben auf dem Areal völlig unbehelligt. Sie könnten bald Konkurrenz bekommen, denn die Technischen Werke wollen das Bad auch im Außenbereich stärker nutzen. Vorgesehen ist, eine Liegewiese und einen Beach-Volleyballplatz einzurichten, beides Angebote, die bisher das Waldbad vorhielt. Auch im Bad gibt es Veränderungen und neue Service-Leistungen.
Noch viel Platz: Das Freigelände des Freizeitbades Aquarium soll im nächsten Sommer zur Liegewiese werden.
100 000 Gäste besuchten dieses Jahr schon das Aquarium, knapp 30 000 das Waldbad. Die Schließung des Traditionsbades an der Papierfabrik ist in aller Munde, doch darüber will Geschäftsführer Helmut Preuße nicht reden. Er stellte diese Woche in einer Pressekonferenz vielmehr die Investitionen vor, die noch mehr Schwedter und Gäste ins Freizeitbad Aquarium locken sollen.
Mehr als eine halbe Million Euro hat das kommunale Unternehmen in neue Angebote im Aquarium gesteckt. Es gibt mehr Platz für Sauna-Liegen, ab Montag ein neues Männer-Fitnessstudio mit modernsten Geräten und einen Fitness-Kursraum mit entsprechenden Angeboten. „Wir müssen der Bevölkerungsentwicklung Rechnung tragen“, erklärt Preuße. Er sehe künftig mehr Interesse an Wellness, Gesundheits- und Vorsorgekursen. Dafür hat er sogar neues Personal eingestellt und das Fitness-Angebot nahezu verdoppelt.
Doch nicht nur das Frauen-Fitnessstudio, auch die Hasen im Freigelände bekommen bald Konkurrenz. Der Betreiber bereitet die Verlegung des Beach-Volleyball-Feldes und der Umkleide-Überdachung aus dem Waldbad in den Freibereich des Aquariums sowie die Anlage einer Freifläche zum Sonnen vor, bestätigte Preuße. Das alles sei Bestandteil der neuen Bäderkonzeption, die im Herbst im Aufsichtsrat und in der Stadtverordnetenversammlung beraten werde.
Die Technischen Werke wollen der Politik vorschlagen, sich auf einen Badstandort zu konzentrieren. Zu gut Deutsch: Das Waldbad zu schließen. Noch will Preuße das Konzept dafür nicht offenlegen, aber er kündigte an, dass es dann auch inhaltliche und preisliche Veränderungen im Aquarium geben müsse. Auch eine Schließzeit von sechs Wochen wäre dann passé.
Um Badegäste im Sommer anzulocken, muss das Bad Angebote haben, die Seen in der Umgebung nicht aufweisen. Der Bau eines neuen Freibeckens als Ersatz für das im Waldbad, schließt Helmut Preuße derzeit jedoch aus. „Wir müssten mit Kosten von mehr als einer Million Euro rechnen, das ist nicht drin“, so Preuße. Er denkt ehe daran, die Schiebedächer über Schwimmbecken und Spaßbereich bei schönem Wetter zu öffnen.
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