Frankfurt (moz) Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass sie eingeschult wurden. Am vergangenen Sonnabend begegneten sich fast 70 ehemalige Schüler der „Pantoffelschule“ zu ihrem „Goldenen Zuckertütenfest“ im Oderspeicher.
Wiedersehen vor vertrauter Kulisse: Reinhard Schirm, Sportlehrerin Roswitha Herzberg, der ehemalige Schuldirektor Heinz Burkert, Physiklehrer Heinz Klose und Christina Höptner (v.l.)
In Hausschuhen gehen Kinder längst nicht mehr in die Schule. „Vor dem Krieg war das aber so, weil alle in der Nähe wohnten. Deswegen nannten auch wir unsere Schule noch Pantoffelschule“, erzählt der Frankfurter Reinhard Schirm. Vor 50 Jahren, am 1. September 1960, wurden er und rund 130 andere Kinder in der Geschwister-Scholl-Schule, wie sie eigentlich hieß, eingeschult. Das Gebäude, das in der Großen Müllroser Straße stand, gibt es lange nicht mehr. In den 90er-Jahren wurde es abgerissen, erklärt Schirm, der das Treffen mit anderen Mitschülern organisierte.
Monatelang hatte seine ehemalige Mitschülerin Christina Kunther, die heute Höptner heißt, Telefonbücher gewälzt und im Internet recherchiert. Fast zweieinhalb Jahre dauerte die Suche. „Ich habe auch versucht, diejenigen zu finden, die im Laufe unserer Schulzeit umgeschult wurden, weggezogen sind oder die Schule nach der achten Klasse verlassen haben“, sagt die Oderstädterin. Am vergangenen Wochenende trafen sich nun fast 70 Ehemalige und zehn Lehrer zum „Goldenen Zuckertütenfest“ im Oderspeicher, die aus allen Teilen Deutschlands gekommen waren. Roswitha Herzberg war extra aus Leipzig angereist, um ihre alten Schüler wiederzutreffen. Gerade eine Woche lang war die Lehramtsanwärterin 18 Jahre alt, als sie eine Klasse des 1960 eingeschulten Jahrganges übernahm. „Ich war ganz schön aufgeregt, als ich plötzlich vor so einer Riesenklasse stand“, erinnert sich die 68-Jährige an den ersten Schultag. Ihre damalige Klasse – ihre erste überhaupt – bestärkte sie in ihrem Wunsch Lehrerin zu werden. „Die Kinder haben es mir wirklich leicht gemacht“, sagt die gebürtige Zielenzigerin. Von den Socken sei sie gewesen, als die Einladung zum Klassentreffen in ihrem Briefkasten lag. „Die haben sich so eine Mühe gemacht mit der Organisation“, schwärmt die Lehrerin.
Sogar ein Liederprogramm hatte Mitschüler Wolfgang Strauch zusammengestellt. Und Jens-Christian Wenzel brachte einen Stapel druckfrischer Jubiläumszeitungen mit, die er liebevoll mit alten Klassenfotos gestaltet hatte. In ihr gedachten die Pantoffelschüler auch ihrer bereits verstorbenen Mitschüler und Lehrer. „Das war uns ein besonderes Anliegen“, sagt Christina Höptner. Denn mit ihnen habe man ebenfalls viele schöne Stunden in der Kindheit verbracht.
Seit Sommer produzieren die Gronenfelder Werkstätten Handwerkswaren / Adventsmarkt bei Wichern am Sonntag Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. ... mehr
Schweizer Familien haben in Prenzlauer Berg ein evangelisches Kloster aufgebaut Klöster sind in der Hauptstadt rar - sie gehören meist katholischen ... mehr
Sportliche Wettkämpfe, aber auch Meinungsaustausch mit Delegierten der Frankfurter Partnerstädte Vanta, Vratsa und Gorzow – die 6. Auflage der Deutsch-Polnischen... mehr
Ralf Kothe ist am Freitagabend auf der Mitgliederversammlung der CDU Brieselang zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Er löst damit Michael Koch ab, der aus persönlichen Gründen nicht mehr angetreten war. Die Mitglieder der CDU in Brieselang... mehr
