Frankfurt (Oder) (moz) Hilfe auf dem Weg zur eigenen Firma: Mit Hilfe der Gründerwerkstatt young companies hat Katharina Piwetzki gerade in Frankfurt ein Nageldesign-Studio eröffnet. Unterstützt haben die Experten auch angehende Druckereiinhaber, Café-Besitzer oder Betreiber von Werbeagenturen. Bald beginnt ein neuer Kurs.
Schlicht und edel, genauso hat sich Katharina Piwetzki ihr Geschäft gewünscht. Genauso hat sie das Ladenlokal an Frankfurts Leipziger Straße auch eingerichtet – in klaren Farben, kombiniert mit sparsam eingesetztem Pink. Das findet sich auch im Firmenlogo wieder. Nina P. heißt das gerade gegründete Unternehmen der jungen Mutter. Das Logo dazu hat sie mit Unterstützung von young companies entwickelt.
Wiedererkennung sei für Firmen gerade in der Startphase wichtig, sagt Manuela Salomon Standortleiterin des EU-finanzierten Projektes young companies in Frankfurt (Oder). Hauptsitz ist in Strausberg; vertreten sind die Gründerwerkstätten für Frauen und Männer bis 28 Jahre noch in Fürstenwalde, Eberswalde, Bernau und Schwedt. Zum fünfjährigen Bestehen im Frühjahr legten sie eine Bilanz vor: Insgesamt sind seit Mai 2005 mehr als 570 junge Ostbrandenburger betreut worden. Rund 340 neue Firmen gingen daraus hervor, darunter Druckereien ebenso wie Cafés, ein Brötchen-Bringdienst oder Werbe- und Marketingagenturen.
Betreuung bei young companies – für Katharina Piwetzki hieß das, dass sie ihrem langjährigen Ziel näherkommen konnte, der eigene Chef zu sein. Nach einer Kosmetikerinnenausbildung über die Frankfurter Handwerkskammer arbeitete sie eine Zeitlang als Angestellte, wurde Mutter des inzwischen anderthalbjährigen Nicklas und erhielt über das Jobcenter die Chance, sich bei young companies vorzustellen. Mit einem Coaching, mit Schulungstagen zu Themen wie Buchführung, Vertrieb, Betriebswirtschaft, Recht oder Steuern ging es weiter. Das sei nicht immer leicht gewesen, erinnert sich die jetzt 24-jährige Gründerin. Dennoch habe ihr die Unterstützung der Berater gut getan, auch wenn sie im Gegensatz zu manch anderem in ihrem Kurs von Anfang an völlig sicher war, dass sie ihr eigenes Geschäft eröffnen würde. Vielleicht liegt das Unternehmersein der in Jacobsdorf (Oder-Spree) aufgewachsenen jungen Frau auch im Blut, zumindest arbeiten auch ihr Vater und ein Onkel auf eigene Rechnung, wie sie berichtet.
Nicht immer seien die Ziele den Kursteilnehmern so klar, berichtet Manuela Salomon. Dann wissen die Experten Rat: Mit sogenannten Assesment-Centern zum Beispiel, also Tests, in denen sich die Gründer in spe über ihre Idee und ihre Geschäftsmotive klar werden. Das ist Grundlage für den dann entstehenden Businessplan – auf den wiederum Banken Wert legen, die sich mit Darlehen finanziell an einem neuen Wirtschaftsprojekt beteiligen. Katharina Piwetzki hat die Begleitung der Experten zu Gesprächen in Finanzierungsfragen zu schätzen gelernt und war froh über die Hilfe bei der Suche nach geeigneten Geschäftsräumen. Große Unterstützung bei deren Gestaltung hatte sie in ihrem Lebensgefährten Andreas Kohn und ihren Eltern, wie sie berichtet.
Mit dem derzeit sehr populären Nageldesign ihr Geld zu verdienen – mit der Umsetzung dieses Traums hat Katharina Piwetzki begonnen, als sie nach der Lehrausbildung Kurse zum Thema belegte. Es folgten Internetrecherchen zum Thema, die junge Frau informierte sich über Qualitätsprodukte für ihre Arbeit, über moderne Designs. Nun möchte sie ihr Wissen auf diesem Gebiet mit dem auf dem Gebiet der dekorativen Nagelpflege verbinden und kann sich vorstellen, zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten auch ins Haus zu kommen, um die Braut zu schminken und ihre Fingernägel zu verschönern. Mit dem Geschäftsanlauf jedenfalls ist sie zufrieden.
Das nächste Existenzgründertraining startet Mitte September. Informationen unter Tel. 0335 4011180. Internet: www.young-companies.de; www. nina-p.de
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