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Olav Schröder 25.10.2010 12:13 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Daniel Kurth neuer SPD-Chef im Barnim

Panketal (moz) Mit großer Mehrheit hat der SPD-Unterbezirk den 36-jährigen Daniel Kurth am Sonnabend zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst die 49-jährige Petra Bierwirth ab, die nicht mehr kandidierte. Kurth ist angetreten, um die Wähler zurückzugewinnen, die die SPD im Barnim zuletzt verloren hatte.

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Daniel Kurth als soeben gewählter Vorsitzender des SPD Unterbezirks Barnim und die scheidende Vorsitzende Petra Bierwirth

© MOZ

Während die Wahl von Kurth erwartungsgemäß erfolgte, gab es beim Urnengang für seine Stellvertretung eine Überraschung. Marlies Jensen aus Trampe, die erst in letzter Minute für dieses Amts vorgeschlagen wurde, setzte sich gegen Juso-Chef Martin Ehlers (Schorfheide) durch.

„Nicht euphorisch“ wolle er die Arbeit angehen, sagte Daniel Kurth kurz nach seiner Wahl 
(53 Ja-, sechs Nein-Stimmen, fünf Enthaltungen) der MOZ. Gleichwohl setze er darauf, dass die gute kommunalpolitische Arbeit auch wieder erkannt werde. Bei den Wahlen der letzten Jahre sei die SPD „zu Unrecht abgestraft“ worden. Einerseits für die Politik auf Bundesebene, andererseits – mit Blick auf die Linke – müsse deutlich gemacht werden, dass die erzeugte Erwartungshaltung, Maximalforderungen auch erfüllen zu können, nicht realistisch sei.

Den Unterbezirk verstehe er als „Dienstleister für die Ortsvereine“, so Kurth. Ebenso wie die nach zwölf Jahren aus dem Vorstand ausscheidende Petra Bierwirth appellierte er daran, dass die SPD bei den Bürgermeisterwahlen 2011 eigene Kandidaten aufstellt, so wie dies in Wandlitz und Panketal bereits geschehe.

Nach zwölf Jahren sei es „Zeit für einen Wechsel und für neue Leute“, sagte Petra Bierwirth, die aus beruflichen Gründen – sie ist Geschäftsführerin der Kinderkrebsnachsorgeklinik in der Bernauer Waldsiedlung – nicht mehr kandidierte, ihre Ämter im Bernauer AWO-Vorstand und als Fraktionsvorsitzende im Kreistag aber nicht aufgeben werde. Auch die bisherigen Vorstandsmitglieder Elke Keil (Bernau), Uwe Voß (Panketal), Lorenz Engel (Eberswalde) und Britta Müller (Wandlitz) kandidierten nicht mehr, teils aus persönlichen oder beruflichen Gründen, teilweise aber auch, um einen Wechsel zu ermöglichen.

Überraschend kam die Wahl von Marlies Jensen zur stellvertretenden Vorsitzenden. Iris Schneider (Bernau) hatte sie vorgeschlagen und ermöglichte es damit, dass in der Spitze des Unterbezirks – wie bislang – ein Mann und eine Frau vertreten sind. Marlies Jensen (Jahrgang 1948, Vorsitzende des Biesenthal-Barnimer Ortsvereins) ist vor sechs Jahren von Berlin nach Trampe gezogen und bringt Erfahrung aus der dortigen Politik auf Bezirksebene mit.

Noch vor der Abstimmung über den Vorsitz sprachen die Sozialdemokraten Kurth auf den Vorwurf an, ob er seine Tätigkeit als persönlicher Mitarbeiter des Landrats unzulässig mit seiner Wahlkampftätigkeit im Herbst vergangenen Jahres für den Landrat verknüpft habe. Wie Péter Vida, der Landesvorsitzende der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen (BVB) am Vortag angekündigt hatte, wolle er dies durch den Landesrechnungshof und das Innenministerium prüfen lassen.

Er habe Wahlkampf für den Landrat gemacht, dies jedoch so wie jeder andere im Raum und nicht während der Arbeitszeit, erklärte Kurth. Er bedauere zudem, dass Vida, der auch Kreistagsabgeordneter ist, ihn in dieser Angelegenheit nicht persönlich angesprochen habe. Er selbst habe Interesse an einem solchen Gespräch.

Die Sozialdemokraten stellten sich hinter Kurth und verwiesen darauf, dass sowohl Landrat Bodo Ihrke als auch Kurth berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit klar trennen. Er begrüße es, dass diese „gespenstische Diskussion“ noch vor der Wahl angesprochen und klargestellt werden konnte, reagierte beispielsweise Joachim Pieczkowski (Panketal).

In den Vorstand wurden als Kassiererin Brigitte Kuchenbecker (Ortsverein Finow) sowie als Beisitzer Martin Ehlers (Schorfheide), Antje Fechner (Eberswalde), Ursula Gambal-Voß und Olaf Mangold (beide Panketal), Florian Görner (Biesenthal) und Tobias Thimm (Wandlitz) gewählt.

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