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Karin Sandow 03.12.2010 20:33 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Stille Helden und gute Geister geehrt

Frankfurt (moz) Im Gräfin-Dönhoff-Gebäude sind am Freitag die Preise im Wettbewerb um den Titel Ehrenamt des Jahres vergeben worden. Der Titel ging dieses Jahr an Mandy Geisensetter, die bei den Red Cocks die Cheerleader trainiert. Aus 64 Einsendungen waren die Preisträger ausgewählt worden. Eine besondere Überraschung erlebte Christian Gehlsen, denn der Laudator wurde selbst mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.

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Aller Ehren wert: Die Preisträger Carsten Höft, Giesela Eggert, Mandy Geisensetter, Heinz Adler, Anita Schmoll und Christian Gehlsen (v.l.) mit Blumen Urkunden und dem Kalender Grünes Frankfurt.

© Winfried Mausolf

Die 43-jährige Mandy Geisensetter ist eine Vorturnerin im besten Sinne des Wortes. Sie hat nicht nur aus den Cheerleadern der Red Cocks eine attraktive Anfeuerungsgruppe für die American Footballer gemacht, sondern mit dieser auch für Aufsehen über die Grenzen von Brandenburg hin-aus gesorgt. Nicht umsonst war Frankfurt schon mehrfach Austragungsort für hochkarätige Meisterschaften der Cheerleader. Viele Stunden ihrer Freizeit bringt die Frankfurterin für den Verein auf, bereitet derzeit den Auftritt von vier ihrer Gruppen beim Landeswettstreit Ende Januar in Berlin vor. Am Freitagabend mit dem ersten Preis im Wettbewerb um den Titel Ehrenamt des Jahres ausgezeichnet worden.

Schon im zwölften Jahr richtet die Stadt mit Unterstützung von Sparkasse, Märkischer Oderzeitung und BB-Radio diesen Wettbewerb aus, um Menschen zu ehren, ohne deren freiwilligen Einsatz das Leben in der Stadt weitaus ärmer wäre. In diesem Jahr gingen 64 Vorschläge, vor allem aus Vereinen, ein. Auch die weiteren Preisträger, so Sozialbeigeordneter Jens-Marcel Ullrich (SPD) und Laudator Christian Gehlsen, seien aller Ehren wert, gerade weil sich ihr Wirken eher leise und unaufgeregt vollzieht, aber große Wirkung zeigt.

So wie im Fall von Heinz Adler. Der inzwischen berentete ehemalige Mitarbeiter der Caritas bereitet seit zehn Jahren das Weihnachtsfest bei Carisatt für Menschen vor, die Heiligabend allein sind. Dabei weiß er andere ehrenamtliche Helfer an seiner Seite. Heinz Adler, der auch Stadtverordneter für die CDU ist, scheut trotz seiner Krankheit weder Kraft noch Zeit, um anderen eine Freude zu bereiten. Die sechsköpfige Jury vergab deshalb den zweiten Preis an den 68-Jährigen.

Eine unschätzbare Hilfe für das Museum Viadrina ist Anita Schmoll. Die 60-Jährige hilft dort bei der Eingabe von Daten in die museumseigene Datenbank, beim Aufbau von Sonderausstellungen und der Einhaltung der Ordnung im Depot. „Sie ist da und packt an, wenn es irgendwo brennt“, hieß es in der Begründung für ihre Nominierung und den dritten Preis.

Wenn die bisher Genannten sozusagen als gute Geister in ihren Vereinen oder Einrichtungen gelten, ohne die manches nicht liefe, dann darf Carsten Höft wohl zurecht als ein Frankfurter Mahner und Erinnerer bezeichnet werden. Denn er initiiert in der Stadt die Aktion Stolpersteine und sorgt so dafür, dass einstige jüdische Mitbürger und Antifaschisten im Gedächtnis der Menschen bleiben. Dafür gab es in diesem Jahr den Sonderpreis Engagiert für Vielfalt und Toleranz.

Viele lobende Worte fand Christian Gehlsen für alle Geehrten, doch dann musste er erst einmal schweigen, denn eine andere sprach über ihn. Zur großen Überraschung des 68-Jährigen hielt Cornelia Scheplitz vom Amt für Jugend und Soziales eine mit dem Lied vom einfachen Frieden eingeleitete Laudatio auf ihn. Für seinen Einsatz im Hospiz, bei der Begleitung von Menschen auf ihrem letzten Lebensweg wurde Christian Gehlsen der Ehrenpreis des Wettbewerbs verliehen. Schon immer, so Cornelia Scheplitz, habe sich Gehlsen gegen viele Widerstände für den so schwer zu machenden einfachen Frieden engagiert.

Stellvertretend für alle Teilnehmer, die am Schluss Urkunden und den Kalender Grünes Frankfurt erhielten, wurde dann noch ein Preis verlost. Er ging in diesem Jahr an Giesela Eggert, die in Markendorf die Senioren betreut.

Weiterer Bericht und Gruppenfoto der Nominierten in der Montagausgabe

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