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Glanzvolles Konzert der besten Nachwuchskünstler

 Silvia Hauer ist die Gewinnerin des Bundeswettbewerbs Gesang 2010
Silvia Hauer ist die Gewinnerin des Bundeswettbewerbs Gesang 2010 © Foto: promo/Mathias Heyde
Lorenz Tomerius / 07.12.2010, 18:50 Uhr
Berlin (In House) Es war ein glanzvolles Konzert. Elf junge Sängerinnen und Sänger zeigten auf spannende Weise höchsten Einsatz. Am Montagabend waren in der Komischen Oper Berlin Deutschlands beste Nachwuchskünstler im Fach Oper, Operette und Konzert zu hören.

Es war das Finale des 39. Bundeswettbewerbs Gesang. Er gilt als der bedeutendste nationale Gesangswettbewerb Europas. 
242 Sängerinnen und Sänger zwischen 23 und 30 Jahren nahmen 2010 bei Vorauswahl-Konzerten in Berlin, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Hamburg und Karlsruhe daran teil.

Acht Preisträger sind nun ermittelt, von einer Jury unter Vorsitz von Gerhard Ücker, bis vor kurzem Intendant der Dresdner Semperoper. Einhellig begeistert gefeiert wurde die 23-jährige Freiburgerin Silvia Hauer. Sie gewann den ersten Preis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin (10 000 Euro). Silvia Hauer, eine charmante Mezzosopranistin, hatte sich lächelnd, locker und kunstfertig zugleich durch die Koloraturen der Rosina aus Rossinis „Barbier von Sevilla“ gesungen.

Die Wagner-Weihen der Elisabeth aus dem „Tannhäuser“ erwarb sich Sopranistin Maraike Schröter aus Berlin. Sie erhielt den zweiten Preis (8 000 Euro). Gloria Rehm, ebenfalls aus Berlin, kam mit ihrer Interpretation der Arie der Norina aus Donizettis „Don Pasquale“ auf den dritten Platz (6 000 Euro).

Die Palette der Vorträge, voller Esprit moderiert von Roger Willemsen, war bunt. Sie reichte von Carl Zellers „Christel von der Post“ (Katharina Bergrath) bis zu Richard Wagners „Teure Halle“. Bei den Sängern beeindruckten der junge Erfurter Bass Sebastian Pilgrim als Mozarts „Osmin“ und Bariton Andreas Burkhart aus München mit Mozarts „Le Nozze die Figaro“. Zeichen setzten auch Paula Rummel, mit dem besten Vortrag einer zeitgenössischen Komposition, und Christian Zimmer als hervorragender Begleiter am Klavier.

Mehrere Teilnehmer erhalten Preise von Stiftungen, Stipendien oder Gastengagements. Und die Erfahrung besagt, eine gelungene Teilnahme am Bundeswettbewerb Gesang hilft weiter. Frühere Wettbewerbssieger singen derzeit nicht nur auf deutschen Bühnen, sondern auch in Oslo, Barcelona, London, Lyon und sogar an der Metropolitan Opera in New York. Einstige Preisträger, wie Caroline Stein und Katharina Kammerloher, sitzen inzwischen auch mit in der Jury des Gesangswettbewerbs, neben Stars wie Deborah Polaski, den Dirigenten Lothar Zagrosek und Friedemann Layer, der die Sänger mit dem Orchester der Komischen Oper einfühlsam durch den Abend begleitete, aber auch neben Intendanten, wie dem Kölner Uwe Eric Laufenberg.

Hanno Müller-Brachmann, Vorsitzender des Trägervereins des Bundeswettbewerbs, warnte eindringlich davor, Chance und Reichtum dieses Ausscheids zu unterschätzen. Ausbildung und Ausübung von Gesang bedürften der stärkeren Förderung und Pflege. Und das bereits an Musikschulen für die Jüngsten.

Deutschlandradio Kultur sendet den Konzertmitschnitt morgen um 20.03 Uhr

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