Donnerstag, 24. April 2014



29.12.2010 16:20 Uhr

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Wasserstände an Oder und Havel steigen

Frankfurt (Oder) (DDP) An Oder und Havel steigen die Wasserstände. Auf der Oder bei Stützkow in der Uckermark erhöhte sich der Pegel von Dienstag zu Mittwoch um 24 Zentimeter auf 9,77 Meter, wie das Hochwassermeldezentrum in Frankfurt/Oder am Mittwoch mitteilte. Damit ist der Richtwert für die Hochwasser-Alarmstufe 3 von 9,40 Metern weit überschritten. Dem Landrat der Uckermark wurde die Ausrufung der zweithöchsten Alarmstufe empfohlen. Im gesamten übrigen Oderabschnitt gilt die Hochwasser-Alarmstufe 1.

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Die Oder friert derzeit von Norden her zu. Die Eisgrenze lag am Dienstagnachmittag nahe Stützkow. Wegen der tiefen Temperaturen fahren derzeit keine Eisbrecher. Die Hochwasserexperten erwarten deshalb einen weiteren Anstieg der Pegel Stützkow sowie Hohensaaten-Finow. Bei sogenannten eisbeeinflussten Wasserständen sind den Angaben zufolge auch kurzfristige Änderungen der Situation möglich. Eine Vorhersage sei jedoch nicht möglich.

An der Unteren Havel im Landkreis Havelland ist ebenfalls die Hochwasser-Alarmstufe 3 ausgerufen worden. Der dafür erforderliche Richtpegel von 2,70 Metern sei bereits kurz vor den Weihnachtsfeiertagen erreicht worden, teilte ein Sprecher des Landkreises am Mittwoch mit. Der normale Mittelwert beträgt 1,25 Meter. Die Lage sei jedoch nicht dramatisch, hieß es weiter.

Ursache für das hohe Wasser seien die starken Niederschläge im Spätherbst und die Eisbildung auf der Unteren Havel. Auf dem Fluss habe sich ein so genannter Eisversatz gebildet, der unterhalb von Rathenow eine Art Pfropfen in den Abfluss der Havel gesetzt habe. Seit Montag habe das Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg drei Eisbrecher im Einsatz, die den Abfluss zwischen Rathenow und Havelberg herstellen und frei halten. Besonders betroffen von den hohen Wasserständen ist die Uferpromenade in Semlin. Sie ist den Angaben zufolge teilweise überflutet und wurde gesperrt.

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