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Toleranz und finstere Zeiten

Claus-Jürgen Kaltenborn
Claus-Jürgen Kaltenborn © Foto: MOZ Olav Schröder
FOSCHROEDER / 20.02.2011, 18:27 Uhr
Bernau (In House) Dass Lessing natürlich etwas mit der heutigen Zeit zu tun hat, dieser Hinweis ist bei Carl-Jürgen Kaltenborn nicht verwunderlich. Der Bernauer Theologie und Hochschullehrer in Ruhestand widmet seine zweiteilige Vortragsreihe in der Galerie der Botschaft der Aufklärung. Und Lessings Ringparabel stand da am Freitag am Anfang. Zum Auftakt packte Kaltenborn sein Publikum immer dann, wenn er überraschende Zeitvergleiche herstellte.

Die Zeit der Hexenverbrennungen, erinnerte er, fiel nicht etwa ins tiefste Mittelalter, wie mancher vorschnell meint, sondern in die unmittelbare Vorzeit der Aufklärung. Diese entwickelte die Toleranz, und zwar eher als „Durchgangsstation“ und nicht als Ziel.

In der Galerie mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, so groß war das Interesse an dem Vortrag. Rund 60 Besucher waren gekommen. Während Kaltenborn zu weltweitem Denken und zum Denken über Jahrhunderte hinweg anregte, neigten einige seiner Zuhörer dazu, doch eher „im Kleinen anzufangen. Global leben ist schwierig“. Für eine anregende Diskussion, die bis hin zur Verantwortung von Kommunen und zum fairen Handel führten, war gesorgt.

Der zweite Teil des Vortrags findet am Freitag, 18. Mai, 19 Uhr 
am gleichen Ort statt. Es laden wieder die Galerie und die Vereine Bildung, Begegnung, Zeitgeschehen und Panke-Park Kulturkonvent ein. An diesem Abend wird es um die großen Welt- und um kleinere Religionen gehen.

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