Fürstenwalde (moz) Auf zehn Jahre am jetzigen Standort in der Bahnhofstraße 5 können die Mitarbeiter und Besucher der Jugendfreizeiteinrichtung Südclub zurückblicken – dass soll am 20. September gefeiert werden. An diesem Tag vor zehn Jahren wurde das neugebaute Haus eröffnet, die Initiative Südclub gab es zu diesem Zeitpunkt schon seit sieben Jahren. 1995 übernahm der Sportverein BSG Pneumant die Trägerschaft, der heutige Clubleiter Matthias Bogdan stieß zwei Jahre später dazu. Bereits damals zeichnete sich ab, dass die Tage der Baracke in der Reifenwerksiedlung, in der die Initiative ihren Ursprung nahm, gezählt waren – zu schlecht war ihr baulicher Zustand. Die Regeln aus der Baracke, „keine Propaganda und keine Gewalt“, sowie Jugendarbeit zu einer Zeit, als viele junge Bomberjackenträger unterwegs waren, sorgten dafür, dass der Traum des Südclub-Teams von einem neuen Domizil breite Unterstützung fand und realisiert werden konnte.
Skaten am Südclub: Praktikant Christopher Brandt, Tom Lilie (12), Timur Zakupa (12), Robert Stenz (12) und Mitarbeiter Daniel Süß (v.l.) nutzen das schöne Wetter.Foto: Bettina Winkler
Sport und die handwerklich-kreative Betätigung waren und sind die beiden Schwerpunkte der Arbeit, auch wenn Bogdan festgestellt hat, dass sich der Südclub in den vergangenen zehn Jahren vom klassischen Jugendclub zu einer Freizeiteinrichtung für die Jüngeren gewandelt hat. „Das Publikum hat sich extrem verjüngt, den größten Anteil haben heute die Acht- bis Fünfzehnjährigen“, schätzt der Clubleiter. „Wir sind ein Anlaufpunkt für diejenigen, die keinen Platz im Hort haben, die Eltern aber entweder wollen, dass ihre Kids nicht auf der Straße rumhängen oder sagen ‚Komm nicht vor 19 Uhr nach Hause‘.“
Die Alternativen im Südclub sind klassische offene Treffs am Nachmittag, spezielle Angebote, wie Fasching oder ein Mädchen- bzw. Jungs-Wochenende, Ferienfahrten und der Bauspielplatz. Letzterer werde sehr gut angenommen, sei über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und biete viele Möglichkeiten, um mit den verschiedensten Altersgruppen zu arbeiten. Dabei bekommen Bogdan und sein Team gesellschaftliche Entwicklungen hautnah mit. „Wir stellen oft fest, dass den Kindern die Ausdauer fehlt, sei es beim Bau einer Hütte oder beim Schnitzen eines Ritterschwertes“, sagt Bogdan. Von den Sozialarbeitern sei ein Spagat gefordert: zwischen Anregen bzw.Motivieren und das Kind eigene Erfahrungen sammeln lassen. Zudem habe das Bedürfnis der Kinder nach Bewegung zugenommen, zelten, wandern und Radfahren sind sehr beliebt.
Dennoch bleibt Bogdan realistisch. „Wir sind nicht in der Lage, alle Kinder und Jugendlichen von der Straße zu holen. Sie sind gern da, suchen Möglichkeiten, ihr Ding zu machen.“ Auf der anderen Seite hat er aber auch festgestellt, dass sie kommen, wenn es Stress und Probleme gibt. „Wir sind Lobbyvertreter für Kinder und Jugendliche, werden aber auch von Familien genutzt“, so Bogdan. Kein Wunder, hat doch die erste Generation von „Südclub-Gängern“ inzwischen schon eigene Kinder.
Sauber gelandet Sie hatte ein Ziel – und hat es erreicht. Nachdem Claudine Vita im vergangenen Jahr als 14-Jährige bei den Deutschen Schülermehrkampfmeisterschaften... mehr
Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Bereich der Polizeiwache Fürstenwalde im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Prozent zurückgegangen.... mehr
Brutaler Überfall? mit Knüppel Eine 58 Jahre alte Frau ist am Montagabend in Bad Saarow Opfer eines brutalen Überfalls geworden. Mit schweren Kopfverletzungen... mehr

Neueste Kommentare
21.05.2012 17:00:32 verzweifelder bürger
@Dr. Simone Wendtland-Hilpsch
21.05.2012 16:56:51 Zdenka Kotková
Friends from Germany
21.05.2012 16:55:19 Zdenka Kotková
Remember that !
21.05.2012 16:46:10 B. Fröhlich
Umbau der Verwaltung notwendig
21.05.2012 16:29:14 Zdenka Kotková
Remember that!