Frankfurt (moz) Dichtes Gedränge herrschte am Sonnabend im Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrum. Der Campus der beruflichen Bildung zwischen Beeskower und Potsdamer Straße hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Das lockte Familien aus Frankfurt, dem Umland und auch aus Polen an.
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Das können Mechatroniker: Hendrik Krell (l.) und der Fachlehrer für Elektrotechnik Thorsten Masuck (r.) zeigen Steven Burkamp, Sebastian Hankel und Robert Fürlinger (v.l.) von der Kleist-Oberschule ein mechatronisches Modell.
Eine Ausbildung im Nachbarland zu absolvieren, wird mit der Freizügigkeit in der EU in diesem Jahr möglich. Deshalb ist das OSZ schon vor Wochen in die Werbeoffensive auch jenseits der Grenze gegangen und hat dort in mehr als 30 Schulen auf sich aufmerksam gemacht. Schon in der ersten Stunde kamen deshalb am Sonnabend zwischen 60 und 80 Familien aus dem Nachbarland, um sich über die Bildungsmöglichkeiten am OSZ zu informieren. Schilder auf Polnisch wiesen ihnen den Weg und es gab Übersetzer, die halfen. Sogar Mitarbeiter eines polnischen Fernsehsenders waren mit Kamera und Mikrofon im Haus unterwegs.
Doch natürlich kamen auch die jungen Leute aus Frankfurt und dem Umland, um sich über den Weg zum Abitur oder eine Ausbildung zu informieren, so wie die Neuntklässler Steven Burkamp, Sebastian Hankel und Robert Fürlinger von der Frankfurter Kleist-Oberschule, die sich von Ausbilder Hendrik Krell ein mechatronisches Modell eines Hochregallagers zeigen ließen, das auch zu einer Abschlussprüfung gebaut werden könnte. Während sich Sebastian durchaus eine Ausbildung in einer technischen Richtung vorstellen kann, sucht Steven eher was in Richtung Verkauf. Robert indes strebt eine Feuerwehrkarriere an.
Partner wie das bbw, die IHK, die Bundeswehr, Pneumant Fürstenwalde oder die Barmer boten freie Ausbildungsplätze an oder berieten bei der Bewerbung. Über Studienmöglichkeiten informierten die Europa-Uni und die Fachhochschule Wildau. Doch bevor es ans Studieren geht, müssen die Mädchen und Jungen die Hochschulreife erwerben. Dazu informierten Abteilungsleiterin Ines Tavernier und ihre Kollegen vom Beruflichen Gymnasium. Sarah Buchin, die mit ihren Eltern Silke und Jens aus Gorgast kam, sagte: „Ich habe schon viel Gutes vom OSZ gehört und der Campus wäre für mich auch gut zu erreichen.“ Ines Tavernier freute sich, wie gut informiert die Schüler in diesem Jahr schon sind. Sie wissen selbstverständlich, dass das Abi am OSZ nach wie vor nach 13 Schuljahren abgelegt wird und dass es eine neue Organisationsform dafür geben wird.
Fast geschafft haben das Abi Lisa Kraemer und Madeline Valtinke, die mit weiteren 13.-Klässlern in der Mensa selbst gebackenen Kuchen und Kaffee anboten. Die Gäste griffen zu, zur Freude der Schüler, denn der Erlös fließt in die Abi-Feier.
Gefeiert wird am OSZ aber auch schon Ende Mai. Dann gibt es einen Festakt zum 20-jährigen Bestehen. Schulleiter Bernd Wagner schaute sich deshalb interessiert die Proben von Schülern und Musiklehrerin Marga Dally an. Ihre Musik auf Besen war überall zu hören. „Das wäre doch mal ein fröhlicher Kehraus und Start in die nächsten hoffentlich erfolgreichen 20 Jahre“, meinte Wagner.
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