Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Brüderle will keinen Stopp von E10

Wirtschaftsminister Brüderle will den Biokraftstoff E10 nicht stoppen.
Wirtschaftsminister Brüderle will den Biokraftstoff E10 nicht stoppen. © Foto: dpa
08.03.2011, 07:35 Uhr
Berlin (AP) Auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hält an der Einführung des umstrittenen Biosprits E10 fest. Vor dem Benzin-Gipfel am Dienstag sagte der FDP-Politiker dem rbb-Inforadio, die weitere Nutzung von Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen sei wünschenswert, auch im Sinne der Umwelt. Zuvor war über einen Stopp der Einführung von E10 spekuliert worden, weil er von Autofahrern bisher kaum angenommen wird.

Brüderle sagte nach einer Meldung des Senders, er halte zwar auch eine grundsätzliche Änderung der Position für denkbar, an E10 festzuhalten. Er gehe aber davon aus, dass die Gipfelteilnehmer das Ziel weiterverfolgen, Mineralöl durch regenerative Biokraftstoffe zu ersetzen. Dies sei auch vernünftig, „angesichts dessen, was wir in Nordafrika erleben, was in den Ölfördergebieten ist, man versucht, ein Stück loszukommen von der Abhängigkeit vom Mineralöl und andere Wegen anzupacken.“

Der Minister räumte ein, dass die Verwirrung um die Verträglichkeit von E10 für Automotoren Vertrauen bei den Verbrauchern gekostet habe. „Was wir bei E 10 erleben, ist ein Käuferstreik“, sagte er. Deshalb müsse die Kommunikation verbessert und die Akzeptanz des Biokraftstoffs erhöht werden. Es lägen verschiedene Verbesserungsvorschläge auf dem Tisch.

Brüderle hat Vertreter der Mineralölwirtschaft und von Verbänden für den Mittag in sein Ministerium geladen. Der mit zehn Prozent Bioethanol versetzte Kraftstoff E10 wird seit einigen Wochen angeboten. Viele Verbraucher weichen jedoch auf das teurere Superplus aus, weil sie Schäden an ihren Autos befürchten. Zudem stellen Umweltverbände die Ökobilanz des Biosprits infrage.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Minol-Pirol 08.03.2011 - 13:49:13

"Laß`die KIndlein lallen"

Dieser Müll kommt erst in den Tank, wenn Politik, Mineralölwirtschaft und Autoindustrie schriftlich garantieren, für etwaige Schäden finanziell auf zu kommen. BASTA!!!

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG