Alt Rosenthal (moz) Am Ostbahn-Haltepunkt im Vierlindener Ortsteil ist die neue Schrankenanlage in Betrieb gegangen. Rund 400 000 Euro haben Bahn, Bund, Land und Gemeinde in die Modernisierung der Anlage und den teilweisen Ausbau der Bahnhofstraße investiert.
Bauen bei vollem Zugbetrieb: An der Ostbahnstrecke ist der nächste Bahnübergang, der in Alt Rosenthal, modernisiert worden. Mitarbeiter der Tiefbaufirma Rösing und Stemmann aus Mecklenburg bauen derzeit den letzten Abschnitt der Bahnhofstraße.
Monatelang hatten die Vierlindener Gemeindevertreter und die Amtsverwaltung Seelow-Land im vorigen Jahr um eine für die Kommune bezahlbare Lösung gerungen: Immerhin sollte Vierlinden gemäß der gesetzlichen Drittellösung mehr als 150 000 Euro für die Modernisierung der Alt Rosenthaler Schrankenanlage am Haltepunkt der Ostbahn berappen. Daraus sind inzwischen sogar 182 000 Euro geworden. Denn die Kosten für den nötigen Teilausbau der kommunalen Bahnhofstraße muss die Gemeinde allein tragen. Möglich war die Finanzierung nur, weil das Land den Gemeindeanteil gefördert hat – mit rund 120 000 Euro. Jetzt nähern sich die Arbeiten am Alt Rosenthaler Bahnübergang dem Ende. In der vorigen Woche ist die neue Halbschrankenanlage in Betrieb gegangen.
Begonnen hatten die Arbeiten am Bahnübergang bereits im Oktober vorigen Jahres. Sie dauerten jedoch nur kurz, dann kam der frühe Wintereinbruch. Seit Anfang März haben Tiefbauarbeiter der Firma Rösing und Stemmann aus Mecklenburg nun rund vier Kilometer sicherungstechnische Kabel im Gleisbereich neu verlegt – „einschließlich der Magnete für die punktförmige Zugbeeinflussung“, wie es aus der Pressestelle der Bahn AG für Berlin-Brandenburg heißt. Außerdem ist die Bahnhofstraße am Übergang ausgebaut und zum Teil verbreitert worden, damit Begegnungsverkehr, auch zwischen Lkw, möglich ist. Seit Montag ist die Straße im hinteren Bereich, in Richtung Platkow, noch mit einem Split-Sandgemisch befestigt worden.
Das „Herz“ des modernisierten Bahnübergangs, die neue Schrankenanlage der Firma Siemens, schlägt seit Mitte der vorigen Woche: Am 23. März war Inbetriebnahme. Die Kosten für die Modernisierung der Schrankenanlage beziffert die Bahn AG auf 400 000 Euro. Denn der Aufwand war groß. Gebaut wurde bei laufendem Zugbetrieb oder während der nächtlichen Betriebsruhe. Wenn im Bereich der Gleise gearbeitet wurde, musste ein Sicherungsposten vor Ort sein.
Zuletzt geht es jetzt noch um die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes. „Wir müssen ein ordentliches Parkregime hinbekommen“, sagt der Alt Rosenthaler Ortsvorsteher Roland Lenz. Darüber soll heute bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Amtsverwaltung Seelow-Land und des Landkreises ebenso gesprochen werden wie über den Standort für die touristische Informationstafel.
Solche Tafeln werden in Regie des Landkreises und der Interessengemeinschaft Ostbahn an vielen Haltepunkten der Bahnstrecke aufgestellt. Am Alt Rosenthaler Bahnhof werden Touristen über den Ort und Ausflugsziele, wie die Woriner Wassermühle und die Alte Sensenschmiede in Neuentempel informiert. Zur schmucken Gesamtansicht trägt auch das einstige Bahnhofsgebäude bei, das heute Wohnhaus ist.
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