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Biesenthal um Skulpturenweg reicher


Hauptorganisatorin und Künstlerin: Anne Schulz hat das „Winterschwein“, wehrhaft und stark, geschaffen.
Hauptorganisatorin und Künstlerin: Anne Schulz hat das „Winterschwein“, wehrhaft und stark, geschaffen. © Foto: soeren tetzlaff
Brigitte Horn / 03.04.2011, 19:29 Uhr
Biesenthal (In House) Mit dem Skulpturenweg ist Biesenthal seit Sonnabend um eine Attraktion reicher. Die bei der 2. deutsch-polnischen Werkstatt im vorigen Jahr geschaffenen Werke sind in Biesenthal aufgestellt worden. Außerdem wurde im Rathaus eine Ausstellung zur Kunst im öffentlichen Raum eröffnet.

Für mindestens zwei Jahre wird Biesenthal zur Attraktion für alle Kunstliebhaber. Seit Sonnabend führt ein Skulpturenweg durch die Stadt. Dazu gehören sieben Arbeiten, die bei der deutsch-polnischen Werkstatt am Fuße des Schlossbergs im Herbst vorigen Jahres geschaffen wurden. Ihre Aufstellung in der Stadt vollendet das Programm der Künstlerwerkstatt, das von Stadt und Kreis unterstützt wurde.

An der Biesenthaler Grundschule begann der Eröffnungsspaziergang, zu dem sich 30 bis 40 Kunstinteressierte eingefunden hatten. Vor und in der Mensa stehen nun die Ergebnisse der beiden polnischen Teilnehmer aus Stettin. Jerzy Kuzminskis „Hockender“, weil aus Stein, hat seinen Platz im Freien gefunden. Violeta Holownias„Pegasus“ ist aus Holz und steht in der Mensa. An der nächsten Station, der Verkehrsinsel gegenüber der Sparkasse, ist das von Anne Schulz aus einem Findling geschaffene „Winterschwein“ platziert.

MOZ-Kunstpreisträgerin Emerita Pansowova ist mit der Skulptur „Frau mit Kind“ beim Skulpturenweg dabei. Das Werk schmückt den Vorplatz der Kirche. Lutz Kittlers „Chimäre“ begrüßt Passanten am Wehrmühlenweg, der dort Teil des Berlin-Usedom-Fernradwanderweges ist.

Zwei Werke des Weges waren am Sonnabend noch nicht zusehen: Klaus Stordes „Wegzeichen 1“ und Burkhard Vierus’ „Aufwind“. Beide Arbeiten werden vor der Biomolkerei in der Nähe des Bahnhofs aufgestellt. Weil die Fundamente noch nicht halten, werden die Arbeiten erst beim Fest am 14. Mai in die Biesenthaler Kunstmeile eingefügt.

„Mit dem Skulpturenweg wird eigentlich eine Perlenkette verwirklicht, die vor zehn Jahren bereits mit der Stadtentwicklungskonzeption geplant war“, sagte Heribert Rustige, der zu den zahlreichen Besuchern der Eröffnung des Skulpturenwegs zählte.

„Mit dem Weg hat Biesenthal etwas verwirklicht, was wirklich nur sehr wenige Kommune aufweisen können“, schätzte Biesenthals Bürgermeister André Stahl anlässlich der Eröffnung der Biesenthaler Kunstmeile ein. Mit Blick auf die Frist von zwei Jahren erklärte Stahl, dass danach die Werke erworben werden können. Besonders erfreulich wäre es natürlich für die Stadt, wenn die Kunstwerke zwar von Kunstliebhabern gekauft, dann aber an ihrem jetzigen Standort belassen werden, warb er um Interessenten.

Passend zum Thema, nämlich der Kunst im öffentlichen Raum, ist im Anschluss an die Einweihung des Skulpturenweges in der Galerie des Rathauses die Ausstellung „Kunst-Stadt-Landschaft“ eröffnet worden. Dabei werden nicht nur Arbeiten der Teilnehmer der Kunstwerkstatt gezeigt, sondern auch von Eckhard Hermann und Friedrich Schötschel, erläuterte Sabine Voerster, die sich um die neue Ausstellung in der Galerie gekümmert hat. „Kunst war oft in Architektur eingebunden“, sagte sei. Das sei aber weggerutscht, so dass viel nachzuholen sei.

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