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Wilfried Hohmann 05.04.2011 06:51 Uhr
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HSG-Reserve hält die Partie spannend

Müllrose (moz) In der Handball-Landesliga Südost der Männer hat die HSG Schlaubetal ihr Heimspiel gegen die bereits als Aufsteiger feststehende BSG Stahl Eisenhüttenstadt mit 23:25 (11:7) verloren. Die Gastgeber bleiben damit Neunter, haben den Klassenerhalt jedoch bereits sicher.

  Schließt konzentriert ab: Viktor Linke war der erfolgreichste Werfer der BSG Stahl Eisenhüttenstadt. © MOZ/Gerrit Freitag

Im Hinspiel hatte die Reserve der HSG Schlaubetal beim Staffelsieger klar mit 29:20 verloren, dabei aber bereits angedeutet, dass man spielerisch durchaus mithalten kann. Das wollte die Müllroser Mannschaft auch im Rückspiel unbedingt unter Beweis stellen, was ihr insgesamt gesehen auch trotz der Niederlage gelang. Dabei musste die HSG wiederum auf ihren Trainer Michael Stalla verzichten, der in der 1. Männermannschaft mitwirkte. Für Stalla nahm Peter Palwitz auf der HSG- Bank Platz.

Von Beginn an entwickelte sich ein hart umkämpftes, meist aber fair geführtes spannendes Duell. Bis zum Stand von 5:5 in der 14. Minute war die Partie völlig offen. Danach konnten sich die Gastgeber mit zwei Treffern etwas absetzen, nachdem Nicky David einen platzierten Wurf der Gäste parieren konnte. In der Endphase der ersten Halbzeit wurde die Partie dann etwas „ruppiger“ und das Team von Trainer Wolfgang Pötzsch kassierte in der 22., 23. und 28. Minute jeweils eine Zeitstrafe. Das konnten die Gastgeber mit schnellen Kombinationen über den Kreis beziehungsweise über die Außenpositionen nutzen, um sich bis zum Halbzeitpfiff auf 11:7 abzusetzen.

Zu Beginn der 2. Halbzeit legten die Gastgeber zunächst auf 12:8 vor und es lag eine Überraschung gegen den Tabellenführer in der Luft. Von diesem Rückstand ließen sich die Gäste jedoch nicht beeindrucken. Nachdem mit Marco Kossatz (33.) und Andreas Schutty (38.) zwei tragende Spieler des Gastgebers eine Zeitstrafe erhielten, wurde das von den Gästen über die Stationen 9:12 und 14:15 konsequent zur Resultats-Verkürzung genutzt.

Beim Stand von 15:15 war das Spiel dann wieder völlig offen. Ab Mitte der zweiten Halbzeit machte sich dann bei den Gastgebern der enorme Kräfteverschleiß der Stammspieler und vor allem das Fehlen von Rückraumschützen bemerkbar. Bis dahin waren die Gastgeber vor allem über ein schnelles Kombinationsspiel mit Anspielen zum Kreis (Marco Kossatz) beziehungsweise über die Außen (Ringo Pflaum) zum Torerfolg gekommen.

Dazu steigerte sich in dieser Phase Stahl-Torwart Sven Adamzent, der allein dreimal sogenannte Hundertprozentige der Gastgeber abwehren konnte. Die Folge war, dass sich nunmehr der Favorit über die Stationen 16:17 und 17:18 auf 20:24 (57. Minute) absetzte.

Aber selbst damit war das Spiel noch nicht endgültig entschieden. Die Gastgeber mobilisierten noch einmal die letzten Reserven und verkürzten auf den Endstand von 23:25.

Am Ende wurde die Partie sogar noch einmal völlig unnötig hektisch. In der 52. Minute disqualifizierten die Unparteiischen HSG-Kreisspieler Ralf Hale nach einem Schubsen seines Gegenspielers Viktor Linke, der trotz seiner verbalen Attacken straffrei blieb. Hier zeigte das Schiedsrichtergespann wenig Fingerspitzengefühl und brachte damit die ohnehin angeheizte Stimmung in der Halle auf den Siedepunkt.

Insgesamt war der Stahl-Sieg dann aber letztlich doch verdient, weil die Mannschaft speziell in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit abgeklärter und im Angriff dynamischer wirkte. Dazu nutzten die Gastgeber im Verlauf des gesamten Spiels ihre sechsmal infolge von Zeitstrafen gegen den Tabellenführer bestehende numerische Überlegenheit nicht für eine Vorentscheidung. Hervor zu heben ist aber auch die hervorragende Stimmung in dem mit 180 Zuschauern gut besuchten Spiel. Beide Mannschaften wurden von ihren Anhängern toll und zumeist auch fair unterstützt.

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